10 Jahre DRK Seniorenzentrum "Am Schloss"

Menschlichkeit steht im Vordergrund - hier wird mit Herz und Güte gearbeitet

Cornelia Grimm, Markus Otto, Michael Roth und Monika Leibold (von links) freuen sich über das gelungene Geburtstagsfest
Fotos: Carina Jirsch

01.09.2019 / FRIEDEWALD -Gute wohnortnahe Versorgung schafft Sicherheit“, betonte MdB Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, der es sich nicht nehmen ließ, zum zehnten Geburtstag des DRK Seniorenzentrums „Am Schloss“ Friedewald persönlich zu gratulieren. Gefeiert wurde am Freitag im Dorfgemeinschaftshaus Heimboldshausen, weil die Friedewalder Festhalle wegen aktueller Modernisierung nicht zur Verfügung stand.  



Michael Roth weiß aus eigener Erfahrung, dass die Solidarität und das Miteinander in dieser Region prägend sind. Er erinnerte an die durch viele Hürden immer wieder gestoppte Planung des Seniorenzentrums und an die Bauphase mit „großen Geburtsschmerzen. Manches ging schief. Es gab viel Ärger.“ Weitere Turbulenzen hat die Einrichtung überstanden und präsentiert sich inzwischen mit einer gut funktionierenden Struktur. „Das Kind steht auf eigenen Beinen“, fasste es Michael Roth zusammen, der sich freut, dass das DRK Seniorenzentrum den älteren Menschen heimatnah einen schönen, erfüllten Lebensabend bietet.

Kreisausschussmitglied Christel Stumpf, selbst in Friedewald beheimatet, sprach das Grußwort für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Vertretung  der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz. Sie erinnert daran, dass es ein großer Wunsch der Bevölkerung war, für pflegebedürftige Angehörige ein Seniorenzentrum im Ort zu bauen. „Es ist eine hervorragende Einrichtung mit vielen Facetten geworden, die sich etabliert hat, das Gesicht des Ortes prägt und vielfach gelobt wird: „Hier wird mit Herz und Güte gearbeitet“.

Grußworte sprachen außerdem Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll und Norbert Södler, Hessens DRK-Präsident, der Friedewald von Anfang an für den richtigen Standort hielt. Erwähnt sei, dass der Landesverband 40 Prozent Mitgesellschafter der Einrichtung ist. Södler beklagte den Fachkräftemangel insbesondere in der Pflege und fordert mehr Wertschätzung  und eine bessere Entlohnung für den Berufsstand.

Reinhard E. Matthäi, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Hersfeld, erfüllt es mit Stolz, dass das DRK ein Seniorenzentrum im Landkreis Hersfeld-Rotenburg betreibt. Pfarrerin Julia Kaiser und Pfarrer Christoph Rode bedankten sich für die gute Zusammenarbeit seitens der Evangelischen Kirchengemeinde mit dem Seniorenzentrum. „Wir sind willkommen als Kirche“. Zu den hochrangigen geladenen Gästen gehörten Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender DRK-Kreisverband Fulda und Markus Otto, Leiter des Geschäftsbereiches Senioren und Mitglied der Geschäftsleitung des DRK-Kreisverbandes Fulda.

Nach einer Kaffeepause wurde der zweite Teil des Programms von Mathilde Dürr-Hohenthanner mit ihren wohl überlegten und eindringlichen Grundgedanken zum Leitthema: „Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen (Marcus Tullius Cicero)“ eröffnet. Nach den Ehrungen langjähriger Mitarbeiterinnen und der ehrenamtlich Tätigen sorgten „Opa Alfred Karasch“ und die Bergmannskapelle Hattorf für heitere und besinnliche Momente. Das Saxophonquartett der Musikschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg unter der Leitung von Andreas Winkler begeisterte vor der Pause mit zwei Auftritten, wobei der Evergreen „My Way“ das passendste Lied zum gefeierten Anlass war. Kristina Marth führte charmant durch das Programm.

Ehrliche Worte des Dankes, Lobes und der Anerkennung für die geleistete Arbeit zum Wohle ihrer anvertrauten Menschen galten den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern der Einrichtung, allen voran Cornelia Grimm als Einrichtungsleitung und Sandra Hyronimus als Pflegedienstleitung. Vielfach wurde hervorgehoben, dass sich alle um die ihnen anvertrauten Menschen liebevoll kümmern und dabei nicht nur aus Pflicht arbeiten. Menschlichkeit steht im Vordergrund bei der fachlich fundierten Pflege und der individuellen Betreuung rund um die Uhr. 60 Bewohner haben im DRK Senioren zentrum in Friedewald "Am Schloss" die Möglichkeit, ein menschenwürdiges und soweit wie möglich, selbstbestimmtes Leben zu führen. Geleitet werden die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer bei der Erfüllung ihrer Aufgaben von den Worten des französischen Arztes Alexis Carrel: „Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“. (Gudrun Schmidl) +++


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