Pfadfinder unterwegs
77 Teilnehmer unterwegs im kleinsten Hochgebirge der Welt

Foto: Verband Christlicher Pfadfinder Kurhessen
16.08.2019 / FULDA - Vom 29. Juli bis 9. August waren 77 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Nord- und Osthessen in der Hohen Tatra und in Krakau unterwegs. Die meisten Teilnehmenden kamen aus Hettenhausen, Fulda und Bad Hersfeld. Aber auch einige Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Niestetal, dem Lumdatal und Hann. Münden waren mit dabei.
Der Zeltlagerplatz lag in Varisovo, einem kleinen Dorf in der nördlichen Slowakei. Die Anreise dorthin dauerte mit dem Reisebus rund 14 Stunden von Fulda aus. Die erste Nacht in der Slowakei zelteten alle gemeinsam auf diesem Platz. Am Morgen des zweiten Tags wurden die Gruppen dann entlang des Gebirges abgesetzt, je nach dem, von wo sie ihre Route beginnen wollten. Bis zu sechs Tage hatten die Gruppen Zeit, die von ihnen gewählten Routen zu laufen und das Gebirge zu erkunden.
Eine wichtige Komponente des auf Fahrtseins ist es, auf seine Gruppe angewiesen zu sein. Das benötigte Koch- und Zeltmaterial, sowie die Verpflegung wird in der Gruppe aufgeteilt. Das langsamste Mitglied der Gruppe bestimmt das Tempo und die Schwierigkeit der Route. So lernen die Jugendlichen sehr schnell aufeinander zu achten und erlangen eine ausgeprägte Konfliktlösungskompetenz.
Während des an den Fahrtteil anschließenden Zeltlagers stand der Austausch über die erlebten Abenteuer im Fokus. Einige Gruppen hatten wildlebende Steinböcke oder Hirsche getroffen. Andere hatten sich komplett verlaufen oder mussten sich ohne Karten auf Englisch den Weg erfragen. Wieder anderen war es gelungen, den Rysy mit einer Höhe von 2503 Metern über Normalnull zu besteigen. Die Gruppen erzählten nacheinander von ihren Erlebnissen und lasen die lustigsten Geschichten aus ihren Fahrtentagebüchern vor.
Auf dem Heimweg hatten die Kinder und Jugendlichen bei einem 9-stündigen Zwischenstopp Zeit, Krakau zu erkunden. Viele besuchten das jüdisch geprägte Stadtviertel Kazimir und besichtigten dort Synagogen, andere erkundeten die Festungsanlage Wawel. Der Erkundungstag in Krakau endete mit einer kleinen Singerrunde im Stadtpark. Einige Passanten hielten an und hörten dem Gitarrenspiel und Gesang der Pfadfinder*Innen eine Weile zu. Gegen 22.00 Uhr wurde das letzte Lied zum Abschied gesungen und es ging wieder in den Bus zurück nach Bad Hersfeld und Fulda. (pm)+++