Eigene Ausbildung verbessern

Landesweite Suchdienstübung des DRK mit 20 Kreisverbänden


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13.08.2019 / FULDA - Am 10. August 2019 veranstalteten die Kreisauskunftsbüros (KABs) des Roten Kreuzes in Hessen eine Suchdienstübung mit Unterstützung von Einheiten aus Unterfranken und Rheinland-Pfalz. Insgesamt beteiligten sich über 20 Kreisverbände an dieser Aktion, um die eigene Ausbildung zu verbessern, aber auch um für den Katastrophenfall oder Großschadenereignisse gewappnet zu sein.

Angenommen war eine Explosion in einem Chemiebetrieb, bei dem zum einen eine große Anzahl von Verletzten, aber auch Begleitpersonen und Evakurierte zu registrieren waren, um schließlich suchenden Angehörigen und Verwandten Informationen über deren Verbleib geben zu können. Unter Führung des Landesverbandes Hessen war auch das Fuldaer Rote Kreuz mit eingebunden. Personendaten erhielten die einzelnen KABs über E-Mail oder Fax. Eine spezielle Notrufnummer war für diesen Tag geschaltet, wo alle eingehenden Anrufe nach einem Verteilschlüssel den eingesetzten KABs zugeordnet wurden. Diese nahmen die eingehenden Anrufe von Angehörigen an und erfassten die einzelnen Personendaten.

Über ein vernetztes EDV-System gab so jedes KAB seine erfassten Daten an einen Zentralrechner weiter, und konnte bei der Beantwortung von Suchanfragen entsprechende Auskünfte erteilen. Das hiesige Kreisauskunftsbüro wird vom Ortsverein Künzell geführt und stellt im Schadensfall in kurzer Zeit seine Einsatzbereitschaft her. Bei diesem Einsatzszenario wurden sie von Kolleginnen und Kollegen des Schwalm-Eder-Kreises unterstützt. Die Künzeller Rotkreuzler haben in den vergangenen Jahren die erforderliche Fachdienstausbildung absolviert und können sowohl ortsgebunden in ihrer Unterkunft, aber auch mobil an einer möglichen Einsatzstelle ihre Aufgaben bewältigen. Hierzu steht erforderliches Equipment zur Verfügung. Für die Zukunft sind jedoch weitere Ergänzungen und Verbesserungen der Ausstattung geplant. (pm) +++