Nach drei Jahren Bauzeit

Fast zwei Millionen Euro teuer: K88 durch Döngesmühle offiziell freigegeben

Feierliche Freigabe der K88 in Flieden-Döngesmühle.
Fotos: Gemeinde Flieden

13.08.2019 / FLIEDEN - Nach drei Jahren Bauzeit rollt der Verkehr wieder uneingeschränkt durch Flieden-Döngesmühle: Am vergangenen Freitag wurde durch Landrat Bernd Woide, Bürgermeister Christian Henkel und Ortsvorsteher Peter Lotz die Kreisstraße K88 (Thomasstraße/Langenauer Straße/Am Berishof) offiziell für den Verkehr freigegeben.

Die Sanierung der rund 1,3 Kilometer langen Strecke durch den Weiler Berishof und den Ortsteil Döngesmühle kostete 1,85 Millionen Euro, von denen der Kreis 824.000 Euro übernommen hat. 864.000 flossen als Zuschuss des Landes Hessen für den Straßen- und Gehwegebau. Etwa 1,5 Millionen Euro investierte die Gemeinde Flieden darüber hinaus in die Erneuerung der Wasserleitung und in die Teilerneuerung sowie Sanierung der Abwasserleitungen und -kanäle. 

Gäste aus Politik, Behörden, Planer und Baufirmen sowie Anwohner hatten sich zur offiziellen Verkehrsfreigabe am Dorfgemeinschaftshaus Döngesmühle eingefunden. Nachdem bereits in früheren Jahren die Absicht zur Erneuerung der Kreisstraße bestand, diese jedoch aufgrund der notwendigen umfangreichen Sanierungsarbeiten an Kanal- und Wasserleitungen seitens der Gemeinde mehrmals verschoben wurden, begannen die konkreten Planungen nun im Jahr 2014 und wurden im Sommer 2019 abgeschlossen.

Rund 1.300 Meter neue Wasser- und Kanalleitung sind verlegt worden. Auch die Gehweganlage wurde erneuert und ergänzt. Entlang des Weilers Berishof fehlten diese bisher ganz. Markus Wagner von der Landesbehörde Hessen Mobil erläuterte zu den Straßenbauarbeiten, dass die Fahrbahn auf eine einheitliche Breite gebracht und die Asphaltdecke mit einer größeren Tragfähigkeit hergestellt worden sei. 

Landrat Woide betonte, dass die alte K88 es verdient habe, erneuert zu werde. Die städtebauliche Situation in den Ortsdurchfahrten Berishof und Döngesmühle habe sich deutlich verbessert. Er bedankte sich bei den Anwohnern für die Geduld während der dreijährigen Bauzeit.  Bürgermeister Henkel freute sich über den Abschluss der umfangreichen Arbeiten. Er betonte, dass mit dem Projekt eine umfangreiche Investition in die Infrastruktur des Ortsteils erfolgt sei, die die Lebensqualität steigere und Vorsorge für die Zukunft treffe.

Bei der Planung habe man sich bemüht, auf alle Anregungen einzugehen. In den meisten Fällen sei es gelungen, Lösungen oder Kompromisse zu finden. Nach Fertigstellung der Hauptarbeiten würden nun noch kleinere Ergänzungen geprüft, um die Maßnahme abzurunden. Henkel bedankte sich auch bei den gemeindlichen Gremien für die Bereitstellung der erheblichen Finanzmittel für die Erneuerung der gemeindlichen Infrastruktur. 

Ortsvorsteher Peter Lotz grüßte die Anwesenden und betonte, dass die Sanierung der Ortsdurchfahrt ein wichtiges Projekt für die Verbesserung der Verkehrssituation der Bürger von Döngesmühle sei, aber die auch viel Geduld von den Anwohnern gefordert habe. Er bedankte sich bei den Ortsbeiratsmitgliedern sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit Anregungen und Vorschlägen in die Planung und die Ausführung der Arbeiten mit eingebracht hätten. Vor der symbolischen Freigabe wurde die neu angelegte Straße durch Kaplan Thorstein Thomann und Pfarrer Holger Biehn gesegnet. (pm/the) +++