25. Sommerakademie der Kinder-Akademie

Gaukler im Mittelalter und Vulkanforscher für die Rhön: Kids begeistert dabei

Impressionen von der 25. Sommerakademie in der Kinder-Akademie Fulda
Fotos: Tassilo Bonzel, Sabine Schmalz, Ulrike Kuborn

13.08.2019 / FULDA - Die 25. Sommerakademie "Focus Fulda - Mensch, Natur und Kultur" zum 1275-jährigen Stadtjubiläum in der Kinder-Akademie Fulda (KAF) fand an einem ereignisreichen Wochenende seinen spektakulären Abschluss: Eine bunte Schar von Gauklern zog durch das selbst errichtete große Burgtor, begleitet von den markerschütternden Tönen eines gedrehten Zauberhorns und den Klängen von zwei munteren Fideln und eröffnete in einem bunten Reigen das große mittelalterliche Burgfest. Für das Flötenspiel besuchten die Kinder aber zuerst das Mollenhauer-Blockflötenmuseum und lernten vieles über die Herkunft und Akustik dieser Flöte und wie man sie spielt.

Bei der Präsentation des Workshops "Gaukler, Musiker und Zirkusleute - Fulda im Mittelalter" unter der Leitung von Elisabeth Einsiedler, Musikerin aus Dachau, und Ulrike Kuborn, KAF-Künstlerin, zeigten die Kinder, wie es im Mittelalter in Fulda ausgesehen haben könnte: Gaukler spielten, musizierten, jonglierten und präsentierten dem erlauchten Publikum aus Eltern und Gästen in einem wohlorchestrierten Programm mancherlei Staunenswertes: Waghalsige Kunststücke, magische Zaubertricks, Fahnentänze, Akrobatik und Ritterspiele. Beim fröhlichen Markttreiben boten die Gaukler allerlei Nützliches an, zum Beispiel "Drachenblut" und verschiedene Schönheitselixiere. Die Gäste staunten, was die sechs- bis neunjährigen „Gauklerschüler“ in fünf Tagen alles erlernen und eingeübt hatten, und bedachten die Kinder mit begeistertem Applaus.

Große Gasausbrüche der selbst gefertigten Vulkane waren die Höhepunkte bei der Präsentation: Rauch (aus Trockeneis) stieg auf, Gasblasen platzten, Feuerfackeln loderten im Kleinformat. Verantwortlich für die Vermittlung dieser hochspannenden Erfahrungen waren im Workshop "Gesucht: Vulkanforscher für die Rhön" Dr. Sabine Schmalz, Biochemikerin, unterstützt von Pauline Reinhard von der Kinder-Akademie.

Bei einer Exkursion in die Rhön wurden zunächst der Vulkanismus und die geheimnisvolle Sprache der Steine und die Herkunft des Wassers mit der Geologin Anna Leonhard vom Biosphärenreservat erkundet. Die eine oder andere Versteinerung gab Hinweise auf das Alter verschiedener Rhönphasen, wobei das Grundgebirge etwa 300 Millionen Jahre alt ist und so hoch war wie die Alpen.

In den Werkräumen der Kinder-Akademie folgten Recherchen und Laborversuche unter anderem mit biologischen Wasserfiltern, schwimmenden und klingenden Steinen (Phonolithe), Basaltsteinen und Gasentwicklungen im Reagenzglas. Zum Schluss konnten die jungen Vulkanforscher ihr vielfältiges neues Wissen über die Entstehung und geologische "Schrumpfung" der Rhön auf die heutige Höhe den staunenden Eltern und Gästen eindrucksvoll präsentieren und jedes Kind trug einen eigenen kleinen Vulkan mit nach Hause - und alle sammelten eine Fülle von Kenntnissen über unsere Region und die Rhön. (pm) +++