Motto: „Den Tagen mehr Leben geben“

Palliativmedizinischer Dienst am Klinikum Fulda kommt in 2020

Nach derzeitigem Zeitplan wird die Station und der Palliativmedizinische Dienst Anfang Januar 2020 die Arbeit aufnehmen
Symbolfoto: Pixabay

13.08.2019 / FULDA - Das Klinikum Fulda ist ein Haus der Maximalversorgung, das jährlich im ambulanten und stationären Bereich mehr als 100.000 Patienten versorgt. Bereits seit einigen Jahren ist ein Konzept zum Ausbau der Palliativmedizin am Klinikum Fulda im Gespräch. "Bisher erfolgte die stationäre Versorgung von Palliativpatienten in einer sehr guten Kooperation mit der Helios-Klinik Hünfeld bzw. im ambulanten Bereich über das hervorragend aufgestellte Palliativnetz Osthessen", erklärte Dr. Sebastian Schiel, Leitender Arzt Palliativmedizin.

Diese Kooperationen sollen auch fortgesetzt werden. Jedoch sei in einem Klinikum dieser Größenordnung eine eigene Abteilung für Palliativmedizin sinnvoll und zeitgemäß, um dem Bedarf einer Versorgung in diesem Fachgebiet gerecht zu werden. "Nach derzeitigem Zeitplan wird die Station und der Palliativmedizinische Dienst Anfang Januar 2020 die Arbeit aufnehmen."

Schiel erläutert, weshalb man sich zu dem Schritt entschieden hat: "Das Klinikum Fulda fühlt sich den Menschen in allen Abschnitten des Lebens verpflichtet. Hier beginnt das Leben im Kreißsaal und hier werden auch Patienten im letzten Lebensabschnitt kompetent und menschlich betreut." Die Palliativmedizin sei ein Teil in diesem „Puzzle des Lebens“, das bisher vom Klinikum selber in einer Form angeboten wurde, die nun auf modernsten wissenschaftlichen Stand und höchsten Qualitätsstandards entsprechend aufgewertet wird.

"Es ist gelungen hochqualifiziertes Personal für die Abteilung zu gewinnen, die sich ganzheitlich in einem multiprofessionellen Team um die Patienten kümmern, die zwar nicht geheilt werden können, denen jedoch durch Beherrschen der Symptome ihrer Erkrankung Lebensqualität geschenkt werden kann. „Den Tagen mehr Leben geben“ ist hierbei das Motto", sagte der Leitende Arzt. Es gebe somit kein „Ihnen kann nicht geholfen werden“ – es wird niemand allein gelassen und es gibt für jeden Erkrankten Hilfe. Auch wenn nicht immer eine Heilung möglich sei.

Was ist geplant?

Die Patientenversorgung der Abteilung für Palliativmedizin soll aus zwei Kernbereichen bestehen: Einer spezialisierten Station und einem palliativmedizinischen Konsiliardienst, der Patienten im gesamten Haus, auf allen Stationen, aufsucht und versorgt. "Aufgrund der Baumaßnahmen im Klinikum wird die Station nicht sofort in seiner endgültigen Form entstehen, sondern zunächst mit einer Bettenzahl von sechs Betten aufgebaut." Mittelfristig sei dann eine Erweiterung auf zehn bis zwölf Betten geplant. (Nina Bastian) +++

Dr. Sebastian Schiel, Leitender Arzt Palliativmedizin
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Das Klinikum Fulda
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