"Glücksmoment der deutschen Geschichte"

30 Jahre Mauerfall: Großes Fest beim Feuerwehrmuseum mit Minister Beuth

Viel los beim Deutschen Feuerwehrmuseum
Fotos: Erich Gutberlet

11.08.2019 / FULDA - Mit einem großen Fest wurde am Samstag beim Deutschen Feuerwehrmuseum in den Fulda-Auen an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert. In einer Ausstellung wurden Fahrzeuge und Utensilien aus Ost und West aus den Bereichen des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Polizei gezeigt. Mitveranstalter war das Hessische Innenministerium. Klar, dass sich Minister Peter Beuth es sich nicht nehmen ließ, an diesem Event teilzunehmen.



„Der Fall der Mauer vor nunmehr 30 Jahren gehört zu den Glücksmomenten der deutschen Geschichte", sagte Beuth in einer Gesprächsrunde mit Zeitzeugen. "Kein anderes Ereignis der jüngsten deutschen Geschichte hat solchen Jubel und solche Emotionen ausgelöst. Diese Emotionen wollen wir mit unserem Fest gerade jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürgern übermittelt und unseren Einsatzkräften Respekt zollen, die in den Tagen des Umbruchs Großartiges geleistet und damit den Grundstein für die heute selbstverständliche länderübergreifende Zusammenarbeit gelegt haben. Gleichwohl wollen wir auch an den Schrecken des SED-Regimes erinnern. In Zeiten, in der die Demokratie und unsere gesellschaftlichen Prinzipien immer häufiger in Frage gestellt werden, müssen wir die Vorzüge unserer Lebensweise, der Demokratie mit all ihren Grundwerten, der Gleichheit, der Rechtsstaatlichkeit und eben der Freiheit immer wieder deutlich machen“, so Innenminister Peter Beuth.

Über ihre persönlichen Erinnerungen an die Tage rund um den 9. November 1989 sprachen auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Dr. Ralf Ackermann und Rolf Schamberger (beide Deutsches Feuerwehrmuseum), Walter Fröhlich (DRK), Stefan Schiller (damals Bundesgrenzschutz) sowie Michael Schulze und Michael Scheufele als Vertreter der Regierungen in Thüringen und Bayern. Dass dabei verdächtig oft das Wort "Gänsehaut" fiel, kommt wohl nicht von ungefähr.

In Zusammenarbeit mit der Polizei, den Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie dem Deutschen Feuerwehr-Museum boten das Innenministerium den Besucherinnen und Besuchern ein buntes Programm mit neuen und alten Einsatzfahrzeugen aus Ost und West: Dazu gehörten Oldtimer wie die in Westdeutschland gängigen VW T1 „Bulli“ sowie deren ostdeutsches Pendant „Barkas“, aber auch moderne Fahrzeuge wie die aktuelle Drehleiter der Feuerwehr Fulda oder ein Wasserwerfer der hessischen Polizei. Daneben waren die Organisationen auch mit zahlreichen Informationsständen zu den Themen Prävention und Brandschutzerziehung, aber auch Nachwuchsgewinnung vertreten. (mw/pm) +++


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