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28 Treffer in fünf Spielen

Baller-Start in der Verbandsliga: Osthessen in Torlaune

Satte acht Mal hatte der SV Flieden um Fabian Schaub Grund zum Jubeln.
Archivfoto: Carina Jirsch

31.07.2019 / REGION - Was für ein Start in die neue Saison der Fußball-Verbandsliga: als käme die Liga mit sieben regionalen Mannschaften nicht schon attraktiv wie lange nicht daher, so legten beinahe alle Osthessen einen Knaller-Start auf den Rasen. In fünf Spielen fielen satte 28 Treffer, vor allem die Hessenliga-Absteiger Flieden und Hünfeld vermöbelten förmlich ihre Gegner.


Für die dickste Überraschung aber sorgte ein anderer Verein, nämlich der FC Eichenzell. Zum Auftakt musste die deutlich verjüngte Britannia zum Top-Favoriten auf die Meisterschaft, den CSC Kassel. Nur eine Frage der Deutlichkeit, munkelte man, würde Eichenzells Auftritt werden. Eine klare Angelegenheit sollte die Begegnung auch werden, allerdings gänzlich anders als erwartet.

Mit 5:0 frühstückte die Elf von Heiko Rützel Kassel auf dessen eigenen Platz ab und landete einen wahren Coup zum Auftakt. "Es war wichtig, Kassel schon jetzt zu haben. Niemand weiß, wo man so richtig steht. Wo die am Ende einlaufen ist egal, wichtig ist, dass wir die Punkte haben", sollte FCB-Trainer Rützel nach dem Spiel sagen. Noch hungriger vor dem Tor sollten sich aber die beiden Absteiger aus der Hessenliga, der SV Flieden und der Hünfelder SV, zeigen.

Buchonen überrollen Vellmar

Während das 7:0 des HSV über Aufsteiger Körle fast schon zu erwarten war, legten die Buchonen aus dem Königreich noch einen drauf. Mit 8:0 fegte die Elf von Zlatko Radic über den OSC Vellmar, der sich selbst zu einem Titelkandidaten erklärte - und alles schuldig blieb. "Marc Röhrig sagte nach dem Spiel, dass er lieber acht Mal 1:0 gewinnt als ein Mal 8:0 und damit hat er völlig Recht", sagte Frank Happ, Fliedens stellvertretender Vorstand, nach dem Traumstart in die neue Runde.

Die Buchonen bemühten sich um Relation und wollten den Kantersieg nicht überbewerten. Ähnliches war aus dem Lager der SG Johannesberg, die zu einem souveränen Erfolg bei Türkgücü Kassel kam, zu vernehmen. "Wir haben defensiv nichts zugelassen und verdient gewonnen. Es war ein guter Start, auf dem wir aufbauen können", freute sich Vorstand Lothar Plappert über den ersten Sieg am ersten Spieltag.

Nur Ehrenberg geht leer aus

Als einzige osthessische Mannschaft ging Aufsteiger SG Ehrenberg leer aus, unzufrieden gingen die Rhöner nach ihrem Verbandsliga-Debüt aber nicht vom Feld. Schließlich verpasste die SGE nach 0:3-Pausenrückstand in Sand einen Zähler nur knapp und verlangte dem SSV beim 2:3 alles ab. "Wir können ganz viele Sachen mitnehmen und sind mit dem Auftakt zufrieden", sagte SGE-Spielertrainer Robert Schorstein.

Mit der zweiten Mannschaft der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz und Aufsteiger SG Bad Soden starten am Wochenende die osthessischen Verbandsligisten sechs und sieben in die neue Runde. Gegen einen Knaller-Start wie die Kollegen aus Eichenzell, Flieden, Hünfeld und Johannesberg hätten die Barockstädter und Sprudelkicker sicherlich auch nichts einzuwenden. (the) +++

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