Tragisches Schicksal um Festival-Liebhaber

Junge Hippies machen Herzbergfestival froh - 11.000 Besucher

"The Magic Mumble Jumble" gehörte zud en vielen internationalen wie nationalen Künstlern auf dem Hippiefestival
Fotos: Hans-Hubertus Braune

30.07.2019 / BREITENBACH/H. - Rund 11.000 Menschen kamen in diesem Jahr zum 51. Herzberg-Festival. Die Hippies waren einmal mehr begeistert von der besonderen Atmosphäre unterhalb der Burg Herzberg nahe Breitenbach am Herzberg (Landkreis Hersfeld-Rotenburg).



Bei schweißtreibenden Temperaturen verlagerten sie ihre Aktivitäten eben vermehrt in die Abend- und Nachtstunden. Tagsüber machten sie eine längere Siesta. Oder sie nutzten ihre Regenschirme. Beim Auftritt der Band "Love Machine" am Donnerstagnachmittag etwa standen die Leute mit ihren Regenschirmen vor der Bühne. "Es ist toll, wie sie mit der Situation umgegangen sind", sagt Gunter Lorz vom Veranstalterteam.

Unter den vielen glücklichen Momenten überschattete ein Schicksal das friedliche Festival. Ein 57-jähriger Mann verstarb in seinem Zelt. "Wir haben ihm einen letzten Gefallen getan. Sein Hausarzt hat mir bestätigt, dass der Mann das Herzbergfestival geliebt habe und ihm immer davon erzählt hat", sagt Lorz. Der Mann sei eines natürlichen Todes gestorben und war viele Jahre lang beim Festival.

Vom Wetter her war es ein Riesenglück. "Wir hatten kein Unwetter. Fünf Kilometer weiter hatte es am Sonntag stark geregnet, bei uns nur getröpfelt", erzählt Lorz. Zudem wurde ein Generationswechsel beobachtet, viele junge Leute mischten sich unter die Hippies.

Positiv erstaunt waren die Herzbergfestival-Macher am Montag beim aufräumen, wie sauber der Campingbereich ist. "Es gibt auch die andere Jugend. Da geht einem das Herz auf", sagt Lorz. Bei anderen Festivals kämpfen die Veranstalter oftmals mit Massen an Müll, Sofas, Plastik und Papier oder sogar Kühlschränken, die achtlos einfach auf den Campingplätzen zurückgelassen werden.

Beim Herzbergfestival ist eben vieles anderes - vier Tage lang genießen die Hippies das friedliche, ausgelassene Miteinander. Dieses Gefühl liebt auch die Region. Im wenige Kilometer entfernten Niederjossa etwa begrüßten die Bewohner die Hippies mit Spruchbändern. Am Ortsrand gab es sogar ein Hippies Drive-In. (Hans-Hubertus Braune) +++

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