Fördermittel bereitgestellt

Freizeitverkehre in der Rhön sollen verknüpft werden

Der Bäderlandbus verkehrt in der bayerischen Rhön und verbindet die Kurorte Bad Brückenau im Landkreis Bad Kissingen und Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Was hier im Kleinen bereits sehr gut funktioniert, soll schon bald auf alle Rhönlandkreise ausgeweitet werden. So ist denkbar, dass diese Busse der Bäderlandlinie bis Bad Salzungen im Wartburgkreis fahren. Doch zunächst muss ein Konzept erarbeitet werden.
Foto: Landkreis Bad Kissingen

12.07.2019 / WIESBADEN / OBERBACH - Mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) von Bad Salzungen nach Bad Kissingen oder von Fulda nach Meiningen reisen. Einfach quer durch die Rhön. Von Nord nach Süd oder von Ost nach West oder ganz anders. Über Ländergrenzen hinweg. Mit nur einem Ticket. Ohne großartige Wartezeiten. Das würde viele Touristen in die Region holen und die Natur schonen. Davon sind nicht nur Thorn Plöger, der Geschäftsführer der Rhön GmbH, und sein Team überzeugt. Auch das Land Hessen ist es – und stellt der Rhön GmbH für ein länderübergreifendes Mobilitätskonzept Fördermittel in Höhe von 22 500 Euro zur Verfügung. Das teilte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wasir diese Woche mit.

„Wir freuen uns, dass wir das Vorhaben nun weiter voranbringen können“, sagt Plöger. Zu Jahresbeginn habe es erste Gespräche mit den Betreibern des ÖPNV und den Wirtschaftsförderern aus allen fünf Rhönlandkreisen gegeben. Dabei sei ein „Letter of Interest“ verfasst worden, in dem alle Beteiligten ihre Absicht bekundeten, die Rhön noch besser zu erschließen. Heißt: Die bestehenden Netze werden erfasst und miteinander verknüpft. Dabei sollen auch die Verbindungen aufeinander abgestimmt und an die Bedürfnisse der Touristen und der Bewohner der Rhön angepasst werden. „Damit wollen wir einen Lückenschluss zwischen den Landkreisen erreichen“, betont Plöger. Mit den Fördermitteln aus Hessen kann nun an diesem Projekt weitergearbeitet werden. „Wir haben eine finanzielle Handlungsgrundlage.“

Nun werde die Rhön GmbH ein Beratungsunternehmen beauftragen, welches in einem Workshop mit allen Beteiligten ein konkretes Mobilitätskonzept erarbeitet. Doch nicht nur ein durchgängiges Netz ist das Ziel dieser Planungen, auch eine einheitliche Vermarktung. „Das soll über die Rhön Card, eine Destination Card, geschehen“, verrät Plöger. Touristen könnten mit einer solchen nicht nur den ÖPNV kostengünstig nutzen, sondern auch touristische Angebote. Doch das ist noch Zukunftsmusik. (pm) +++