Das Biodiversitätszentrum Rhön

Bayerischer Umweltminister Thorsten Glauber zu Besuch

Umweltminister Thorsten Glauber zu Besuch
Fotos: Sophia Mohr

11.07.2019 / BISCHOFSHEIM (RHÖN) - Die Förderung der Biodiversität in der Rhön und in anderen bayerischen Mittelgebirgslandschaften erhält einen neuen Stellenwert. Am Mittwoch war Staatsminister Thorsten Glauber zu Gast in Bischofsamt a. d. Rhön. Am Rentamt berichtete der Umweltminister über das Biodiversitätszentrum Rhön und die neuen Entwicklungen bei diesem bayernweit einmaligen Projekt.

Zunächst begrüßte Bürgermeister Georg Seiffert den Staatsminister und die zahlreichen Gäste. Regelmäßig werde er gefragt, was sich denn eigentlich hinter dem Projekt „Biodiversitätszentrum Rhön“ verberge. Was er für Bischofsheim ganz sicher weiß: Das Thema Artenvielfalt, das sich als Zukunftsthema etabliert habe, passe bestens in seinen Ort, im Zentrum der Oberen Rhön.

Dies bekräftigte Landrat Thomas Habermann in seinen Begrüßungsworten: Vor allem die große Akzeptanz der Bevölkerung und der Betriebe vor Ort werden dabei wesentlich zum Erfolg des Projekts am Standort Bischofsheim beitragen. Habermann betonte die Notwendigkeit struktureller Veränderungen in der Landwirtschaft und sprach sich für Biodiversität als Produktionsziel aus. Das Biodiversitätszentrum solle dabei der Frage nachgehen, wie Biodiversität in die Fläche gebracht werden könne.

Staatsminister Thorsten Glauber hob in seinen Ausführungen die Anwendungsorientierung des Biodiversitätszentrums Rhön hervor. Wissenschaftliche Berichte der Vereinten Nationen oder des Entomologischen Vereins Krefeld belegen, dass die Artenvielfalt stärker denn je bedroht sei. Dieser wissenschaftlichen Forschung müsse nun eine anwendungsorientierte Forschung mit innovativen Lösungen zum Biodiversitätsmanagement folgen. Diese „Arbeit gegen das Artensterben“ müsse draußen und vor Ort geschehen und dann bayern- und deutschlandweit in die Fläche getragen werden. 4,1 Mio. Euro sind im Haushalt bereits für das Projekt eingestellt, 20 Stellen sollen geschaffen werden. Zunächst werde das Team mit 8 Kräften beginnen und in angemieteten Räumlichkeiten arbeiten.

Abschließend stellte sich Projektmanagerin Antje Voll vor. In der Rhön, dem „Hot Spot der Artenvielfalt“, war die Forstwissenschaftlerin zuvor als Regionalmanagerin im Verein Natur- und Lebensraum Rhön in Gersfeld tätig. (pm) +++