Dritter Anlauf in Steinbach

Milenkovski kehrt reumütig zurück: „Emotional und dumm reagiert“

Nikola Milenkovski (r.) kehrt zum SV Steinbach zurück - zum dritten Mal in seiner Karriere.
Archivfotos: Bernd Vogt

08.07.2019 / BURGHAUN - Spricht man im Steinbacher Mühlengrund jemanden auf die Personalie Nikola Milenkovski an, dann wird mit den Augenbrauen gezuckt. Der Grund ist einfach: unsportliches und jugendliches Verhalten und das nur, weil er nicht in der Startelf stand. Danach ließ sich der 20-Jährige nicht mehr blicken. Dies geschah im Oktober 2018. Nun ist Milenkovski zurück im Mühlengrund und bereut seine Trotzreaktion aufs tiefste.

Nach einem Jahr beim TSV Lehnerz, in der Spielzeit 2017/2018, schloss sich Nikola Milenkovski zu Beginn der letzten Spielzeit erneut dem SV Steinbach an. Bereits in der Spielzeit 2016/2017 trug der heute 20-Jährige das schwarz-weiße Trikot. Doch nach nur neun Spielen hing Milenkovski sein SVS-Dress wieder an den Nagel – eine Trotzreaktion.

Gegen die zweite Mannschaft der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz wollte Milenkovski unbedingt von Beginn an spielen. Klar, immerhin ging es gegen die ehemaligen Mannschaftkameraden. Doch Steinbachs Coach Petr Paliatka plante damit, Milenkovski zu einem späteren Zeitpunkt einzuwechseln und setzte ihn, mit zwei weiteren Spielern, auf die Bank. Doch auf der Auswechselbank war kein Milenkovski zu sehen. Aus Wut packte er seine Tasche und verließ das Sportgelände im Mühlengrund – und bestritt ab da kein einziges Spiel mehr für die zukünftigen Meister der Verbandsliga Nord.

Dem Online-Portal torgranate.de sagte Milenkovski damals: „Das Kapitel Steinbach ist für mich abgeschlossen.“ Jetzt ist er zurück und bereut seine Trotzreaktion aufs tiefste: „Ich habe emotional und dumm reagiert und das nur, weil ich nicht gespielt habe.“ Es versteht sich von selbst, dass Spieler, Funktionäre und die Anhänger des SV Steinbach danach schlecht auf Milenkovski zu sprechen waren und er versteht es. „Es war meine Schuld und ich verstehe es, dass sie sauer waren.“

Der Mannschaft trat der 20-Jährige persönlich gegenüber. „Ich habe Petr geschrieben, ob ich ins Training kommen und mich entschuldigen darf.“ Gesagt getan. „Sie haben mir verziehen und da bin ich froh drüber. Ich habe die Mannschaft komplett im Stich gelassen“, sieht Milenkovski ein. Obwohl er in der Meistersaison des SV Steinbach nur neun Spiele für die Schwarz-Weißen bestritt, wurde Milenkovski mit auf das Meister-Shirt geschrieben. „Das ist nicht selbstverständlich“, so der 20-Jährige, der die Aktion der Mannschaft und der Verantwortlichen lobt, „ich finde es natürlich super.“

Nach dem Milenkovski ein halbes Jahr „schmollte“ und kein Liga-Spiel mehr bestritt, ist er nun zurück im Training und weiß, dass er so etwas nicht wieder erlauben darf. „Ich hatte noch nie gegen jemanden aus Steinbach etwas und mir wurde klar gemacht, dass meine Aktion alles andere als korrekt war. So etwas darf nie wieder passieren.“ Mit dem SVS steckt Nikola Milenkovski nun mitten in der Vorbereitung zur kommenden Hessenliga-Saison. Was in Steinbach und in der Liga für ein Wind weht, weiß er mittlerweile. Denn für ihn ist es die dritte Rückkehr zum SVS. (Franziska Vogt) +++

Nach einer Nichtnominierung für die Startelf verließ der 22-Jährige den SVS und ließ die Mannschaft im Stich.

Nun ist Milenkovski zurück und ist sich bewusst, dass so etwas nie wieder passieren darf.\r\n