Sitzung des Behindertenbeirates

Raul Krauthausen spricht über die "Schonraumfalle" Förderschule

Sitzung des Behindertenbeirates am Mittwochabend
Fotos: Privat

13.06.2019 / FULDA - Am Mittwochabend fand die vierte Sitzung des Behindertenbeirat der Stadt Fulda statt. Einziger Tagesordnungspunkt war der Austausch mit dem Autor und Aktivisten für Inklusion und Barrierefreiheit Raul Krauthausen. Nicht nur die ehrenamtlichen Mitglieder des Behindertenbeirates, sondern auch zahlreiche interessierte Besucher nahmen an der Sitzung teil.

Krauthausen berichtete zwei Stunden lang über seine persönlichen Erfahrung mit einer inklusiven Beschulung und wie wichtiges es sei, dass Kinder nicht in den Schonraumfallen der Förderschulen endeten, sondern direkt am Wohnort und im Freundeskreis inklusive Teilhabe erlebten. "Warum ist Brandschutz oder Denkmalschutz nicht wichtiger als Barrierefreiheit?", fragte er. Innovative und rechtzeitige Planung könne vieles ermöglichen. So sah er auch keinen Grund darin, dass Barrierefreiheit nicht finanzierbar sei, solange dies bei Brandschutz und Denkmalschutz gelingen würde. Planern mit innovativen Ideen, meinte er, solle es bei rechtzeitiger Planung und dem Willen zur Umsetzung gelingen, die bauliche Teilhabe der Menschen mit Behinderung in allen Fällen zu gewährleisten.

Krauthausen wunderte sich über den Umstand, dass es keinen hauptamtlichen Behindertenbeauftragten in der Stadt Fulda gäbe. Dies korrigierte der Vorsitzende  des Behintertenbeirates Hanns-Uwe Theele dahingehend, dass Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bereits die Umsetzung einer solchen Stelle bis zum Ende diesen Jahres zugesagt hätte. Unter großem Beifall aller Anwesenden wurde Krauthausen verabschiedet und sich damit auch für den gelungenen Vortrag bei ihm bedankt. Am Ende der Sitzung ermunterte Hanns-Uwe Theele alle Gäste, auch bei den nächsten Sitzungen des Behindertenbeirates teilzunehmen. (pm) +++