300.000 Euro Schaden

Großbrand in Traisbach: Dachstuhl steht lichterloh in Flammen

Der Dachstuhl steht in Vollbrand.
Fotos: Henrik Schmitt

12.06.2019 / HOFBIEBER - Großbrand in der Gemeinde Hofbieber: Seit 13:06 Uhr steht in der Bachstraße in Traisbach ein Dachstuhl in Vollbrand. Mehrere Trupps waren unter Atemschutz im Gebäude - der Einsatz war jedoch äußerst riskant, da immer wieder Gebäudeteile einstürzten, wie unser O|N-Reporter vor Ort berichtet. Außerdem gab es Probleme mit der Wasserversorgung - die Feuerwehr staute einen anliegenden Bach, um Wasser für die Löschung zu gewinnen. Eine weitere Gefahr birgt die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Verletzt wurde niemand.

"Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Dachstuhl eines Wohnhauses im Vollbrand und drohte auf Grund der dichten Bebauung auf eine umliegende Scheune überzugreifen. Die Bewohner des Hauses hatten Dieses bereits verlassen und waren nicht in Gefahr", erklärte Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer vor Ort. "Wegen des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden sämtliche Ortsteilwehren aus Hofbieber an die Einsatzstelle geordert."

Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zeitgleich mit C-Rohren über Treppenhaus und Balkon vor, um das Feuer im Innenangriff zu bekämpfen. Die Brandbekämpfung von Außen erfolgte über die ebenfalls alarmierte Drehleiter der Feuerwehr Hünfeld. Durch eine sofortige Riegelstellung konnte eine umliegende Scheune vor dem Übergreifen der Flammen gerettet werden. "Leider konnte das Wohnhaus trotz massivem Löscheinsatz nicht mehr gerettet werden, da der Brand zum Zeitpunkt der Alarmierung bereits zu weit fortgeschritten war. Es ist daher unbewohnbar."

"Die Ursache ist bisher unklar", so Martin Schäfer vom Polizeipräsidium Osthessen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 300.000 Euro. Die Ortsdurchfahrt war voll gesperrt. Im Einsatz war die Feuerwehr Hofbieber-Mitte, FW Wiesen, FW Langenbieber, FW Schwarzbach, FW Kleinsassen, FW Niederbieber, FW Margretenhaun, FW Dipperz, FW Hünfeld mit Drehleiter und TLF, FW Fulda mit AB-Atemschutz, GBI, Kreisbrandinspektor und der Rettungsdienst. (nb / ld / pm) +++