Projektauftakt nach Maß

Studierende der Hochschule bringen Europa direkt ins Klassenzimmer

Hannelore Borck von der Hochschule Fulda begrüßte die Schülerinnen und Schüler, die an dem Projekt "Europa macht Schule teilgenommen haben, in der Halle 8 auf dem Campus
Fotos: Maja Krah

16.05.2019 / FULDA - Am Sonntag in einer Woche ist Europawahl und keiner weiß, ob sich die antieuropäischen Populisten behaupten können. Da ist es gut, dass es das Projekt "Europa macht Schule" gibt, das jungen Leuten die Vorzüge der EU vermitteln will. Am Donnerstagmorgen fand in der Halle 8 auf dem Campus der Hochschule Fulda die Abschlussveranstaltung statt.

Den Verein "Europa macht Schule" mit Sitz in Frankfurt gibt es bereits seit zwölf Jahren. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst soll "der europäische Geist weitergetragen werden", sagt die Zweite Vereinsvorsitzende Julia Ortmann im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Die Idee ist simpel: Ausländische Studierende gehen in Schulen und stellen dort ihr Land vor. "Daran beteiligen sich ganz viele Hochschulen", erklärt Hannelore Borck, die Initiatorin an der Hochschule, "nur Fulda war bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte." Es sei überhaupt kein Problem gewesen, Studierende für "Europa macht Schule" zu begeistern, und wegen des großen Erfolgs werde man das Projekt nun jedes Jahr durchführen.

Beteiligt waren diesmal zwei 7. Klassen der Heinrich-von-Bibra-Schule sowie zwei 12. Klassen der Richard-Müller-Schule. "Eigentlich sollen die Studierenden nur zwei bis drei Schulstunden vor Ort sein", sagt Julia Ortmann, "aber das hat sich dann zu ganzen Projekttagen ausgeweitet." Und die hatten spannende Überschriften: "Gehört Russland zu Europa?", "Virtuelle Reise durch Estland", "Zwischen Europa und Asien: Es war einmal ... Aserbaidschan" und "Kasachstan kennenlernen".

"Unser Projekt haben wir in vier Teile aufgeteilt", erklären zum Beispiel die beiden Studentinnen aus Kasachstan. "Nach einem einführenden Teil mit allgemeinen Fakten haben wir unsere Wirtschaft mit der deutschen verglichen, unsere Traditionen wie Küche und Bekleidung vorgestellt und dann unsere Lebensgeschichte erzählt - also warum wir wie in Fulda gelandet sind." Bevor jede der vier Klassen ein Teilnahmezertifikat überreicht bekam, sagten Studierende, Schüler und Lehrer unsisono: "Es hat einen Riesenspaß gemacht und die Zusammenarbeit hat super funktioniert." (mw) +++