Urteil gefallen

Nach Messerstecherei am Bahnhof: 18-Jähriger muss sieben Jahre in Haft

Der Tatort am Tag danach
Fotos: O|N Archiv

15.05.2019 / BAD SODEN-SALMÜNSTER - Das Urteil im Fall des tödlichen Streits am Bahnhof Bad Soden-Salmünster ist gefallen. Im September 2018 starb eine 19-Jährige nach mehreren Messerstichen. Der Hauptangeklagte, ein 18-Jähriger aus dem Sinntal, wurde am Montag vor dem Landgericht Hanau zu sieben Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Dominik Mies gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Der 17-jährige Mitangeklagte, aus Wächtersbach, wurde zu 18 Monaten verurteilt, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muss er 1.000 Euro an mehrere soziale Einrichtungen zahlen und 160 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die beiden Strafen sind Jugendstrafen, da die Tatverdächtigen zum Zeitpunkt der Tat noch minderjährig waren. Deshalb fanden alle Verhandlungstage unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Verteidigung hatte für beide Angeklagten Freispruch gefordert.

Rückblick:

Am 14. September 2018 gegen 22.40 Uhr geriet die Auseinandersetzung in der Bahnhofstraße außer Kontrolle, eine 19-Jährige wurde mit Messerstichen getötet. Die Polizei nahm kurz darauf einen damals 17-Jährigen aus dem Sinntal als Tatverdächtigen vorläufig fest. Wie sich später herausstellte, ging es bei der Auseinandersetzung um ein Mädchen, das am Tattag die Freundin des Angeklagten und davor Partnerin des 17-Jährigen gewesen sein soll. Der 17-Jährige soll fünf Mal auf das Opfer eingestochen haben. (Moritz Pappert) +++

Der Bahnhof Bad Soden-Salmünster