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Tim Gutberlet hilft in Ehrenberg aus

Ein Comeback, aus dem keine Rückkehr wird

Ein Bild aus Hünfelder Zeiten, nun half Tim Gutberlet der SG Ehrenberg zwischen den Pfosten aus.
Archivfoto: Julius Böhm

30.04.2019 / EHRENBERG - Sein letztes Ligaspiel datierte vom 29. Mai 2016, am vergangenen Sonntag kehrte Tim Gutberlet überraschend auf die Fußball-Bühne zurück. Der 25-jährige Schlussmann hütete das Tor des Gruppenligisten SG Ehrenberg und stand im Auswärtsspiel beim SV Großenlüder erstmals seit knapp drei Jahren wieder zwischen den Pfosten.


Der Grund für Gutberlets Rückkehr lag auf der Hand, schließlich plagen die Rhöner nach der Sperre gegen Marcel Röder (zwei Spiele) und der Verletzung von Simon Voll personelle Engpässe im Kasten. "Unter der Woche rief mich Andre van Leeuwen, der wie ich aus Burghaun kommt und mit dem ich in Hünfeld schon zusammen gespielt habe, an und fragte mich, wie es bei mir aussieht", erklärt der 25-Jährige das Zustandekommen seines Comebacks.

Obwohl die Fitness und der Körper mitspiele, habe er etwas gezögert, um sein Okay, auszuhelfen, zu geben. "Ich habe eigentlich kein Interesse, wieder einzusteigen", gibt Gutberlet zu, "aber es ist eine Art Freundschaftsdienst." Schließlich kennt Gutberlet, der mit Hünfeld in Hessen- und Verbandsliga spielte, neben van Leeuwen auch noch Felix Beck und Moritz Schäfer aus dem aktuellen Kader - und sagte schließlich zu, in die Bresche zu springen, solange Röder und Voll fehlen.

Knorpelschaden und drei Hüft-OPs

"Vereinbart war jetzt erstmal das Spiel gegen Großenlüder, ob noch eines dazu kommt, wird sich zeigen. Marcel ist noch ein Spiel gesperrt und Simon dürfte auch bald wieder dabei sein", sagt Gutberlet, der eine komplette Rückkehr aber ausschließt: "Es hat richtig Bock gemacht und Ehrenberg hat wirklich eine super Truppe mit super Jungs. Aber wieder zu spielen, ist jetzt nicht meine Absicht." 

Nach einem Knorpelschaden in der Hüfte und insgesamt drei Operationen weiß der 25-Jährige, dass die Gesundheit im Vordergrund steht. Spaß aber habe sein Kurz-Comeback gemacht, auch weil Ehrenberg mit dem 2:1-Sieg wieder in die Spur Richtung Verbandsliga-Relegation gefunden hat. In der Schlussphase aber sorgte ausgerechnet Gutberlet dafür, dass die Rhöner um die drei Punkte zittern mussten.

Gutberlet brachte Großenlüders Kapitän Sascha Hasenauer im Strafraum zu Fall, doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. "Da habe ich Glück gehabt, aus meiner Sicht war es ein klarer Elfmeter", gibt Gutberlet zu. Ein parierter Strafstoß - zuvor verwandelte Großenlüders Fabian Lehmann bereits einen Elfmeter - hätte Gutberlets Comeback-Geschichte sicherlich abgerundet. (the) +++

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