Buchonen-Heimserie gerissen
"Haben die zwei Vorlagen nicht vergoldet"
Archivfoto: Carina Jirsch
08.04.2019 / FLIEDEN -
"Bislang saß ich hier immer als Sieger, diesmal als Verlierer - so ist der Fußball." Das sollte Fliedens Trainer Zlatko Radic auf der Pressekonferenz nach der 2:3-Niederlage in der Fußball-Hessenliga gegen den VfB Ginsheim sagen, die die erste seit fünf Heimspielen ist. Dabei standen die Vorzeichen auf den sechsten Heimerfolg in Serie sehr gut.
Da wäre der Rückenwind aus dem Last-Minute-Erfolg in Alzenau, der Heimsieg gegen Baunatal und überhaupt der sehr gute Start in die Restrunde. Zudem fehlten auf Seiten der Ginsheimer sieben Spieler, David Wagner musste darüber hinaus nach bereits sechs Minuten das Feld verletzt verlassen. "Das ist schon eine Menge Holz und war keine gute Voraussetzung für dieses Spiel", sagte Arthur Lemm, Trainer des VfB.
Als dann Andre Leibold einen Foulelfmeter zum 1:0 verwandelte sah es stark danach aus, dass die Buchonen, trotz eines mäßigen Starts in das Spiel, die Festung am Weiher weiterhin verteidigen können. Als Schlüsselszene machte Ginsheims Lemm die Szene aus, in der Fabian Schaub, in den letzten Wochen die Versicherung des SV Flieden, das 2:0 nicht nachlegte. Und so zeigte sich Ginsheim kurz vor und kurz nach der Pause zweimal eiskalt und drehte die Partie.
In der Schlussphase erhitzten sich die Gemüter ein wenig, denn auf beiden Seiten verwehrte Schiedsrichter Alexander Arnold einen Elfmeterpfiff. "Den kann man geben und war bestimmt auch ein Elfmeter", wusste Lemm, dass seine Mannschaft hier Glück hatte, fügte aber auch an: "Auf der anderen Seite müssen wir zuvor auch einen bekommen und dann steht es möglicherweise 4:2 und die Situation entsteht nicht."
Am Schiedsrichter sollte es nicht gelegen haben, wie der stellvertretende Vorsitzende Frank Happ deutlich machte, vielleicht war Flieden an diesem Tag einfach nicht an der Reihe. "Wir haben die zwei Vorlagen aus den letzten beiden Spielen nicht vergolden können. Vielleicht klappt es bei uns wirklich besser, wenn der Druck noch ein bisschen größer ist", so Happ, der weiß, dass dieser in den nächsten zwei Heimspielen groß sein wird, wenn Flieden die letzten Spiele der Saison gegen direkte Konkurrenten bestreitet. (tw) +++