April-Scherz

Räumung der Brandbomben und Munition am Rauschenberg

Am Rauschenberg
Foto: Gemeindevorstand Petersberg

01.04.2019 / PETERSBERG - Am Rauschenberg sind seit einiger Zeit Warnschilder aufgestellt, die die Besucher des Rauschenbergs vor dem Verlassen der öffentlichen Wege warnen. Im Bereich der Schutzhütte wurden im Jahre 2017 800qm als Freifläche durch den Kampfmittelräumdienst untersucht und dabei vier Stabbrandbomben und weitere Munition oberflächennah aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Da in den Kriegstagen der Rauschenberg Ziel für ca. 150 Bombenabwürfe war, zeigt sich nun, dass bis heute nicht alle Kampfmittel gefunden und beseitigt worden sind. Daher wurde der gesamte Rauschenberg bis auf die gekennzeichneten Wege durch die hiesige Gefahrenabwehrbehörde gesperrt. Die Gemeinde hat darauf hin die notwendigen Schritte unternommen, um das weitere Vorgehen zu klären.



Es wird unumgänglich sein, dass das gesamte Rauschenberggebiet von Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes nach weiteren Bomben abgesucht und eine anschließende Räumung durchgeführt wird. Fest steht, dass dies ein kostspieliges Unterfangen wird. Hier geht es um Beträge bis zu zwei Millionen Euro. Bei dem Land Hessen und dem Landkreis Fulda hat die Gemeinde nach finanzieller Unterstützung angefragt und hofft hier auch auf Unterstützung. Die Gemeinde Petersberg hat im Haushalt 2019 500.000 Euro eingestellt, um einen ersten Teilbereich des Rauschenberges sondieren zu lassen. Entsprechende Fachleute des Regierungspräsidiums Kassel waren mittlerweile vor Ort, um die nächsten Schritte zu besprechen. Die Gemeinde Petersberg überlegt nun, da ja andere Hilfen ausbleiben, wie das Unternehmen „Bombenräumung“ finanziert werden kann.

Eine sprudelnde Einnahmequelle könnten hier Windräder sein. Es wurde jetzt Kontakt zu entsprechenden Anbietern aufgenommen und erste Berechnungen haben ergeben, dass auf dem Rauschenberg, rund um den Wartturm, ein geeigneter Standort wäre, um mit einem Windräderpark Einnahmen für die Gemeinde zu erzielen. Es wurden schon Rechenbeispiele angestellt, dass mit drei Windrädern die Räumungskosten für die Kampfmittel in zehn Jahren gedeckt werden können. Bei einem Einsatz von fünf Windrädern halbiert sich die Zeit und nach fünf Jahren wären die Ausgaben refinanziert.

Ein weiterer Vorteil wäre noch, dass direkt an den Windrädern Strom „abgezapft“ werden könnte, um den Wartturm innen und außen zu beleuchten. Das würde die Attraktivität des Aussichtsturms weiter erhöhen und außerdem wird die Rundumsicht stark verbessert, da der Baumbestand auf der Kuppe zurückgenommen werden muss.

Der Bürgermeister wird den Antrag auf Umsetzung der Maßnahmen persönlich in einer der nächsten Sitzungen der Gemeindevertretung Petersberg stellen und geht von einer breiten, überfraktionellen Zustimmung aus. Wenn alles zügig abgewickelt werden kann, steht das Naherholungsbiet Rauschenberg dann wieder in vollem Umfang zur Verfügung. (pm) +++

X