Kleine Studierende ganz groß

Wer nicht fragt, bleibt dumm: Thema "Behinderung" an der Kinder-Uni

Die Jungen und Mädchen waren mit Feuereifer dabei.
Fotos: Carina Jirsch

14.03.2019 / FULDA - Die Kinder-Universität ist eine Kooperation der Kinder-Akademie und der Hochschule Fulda und mit ihren 15 Jahren deutlich älter als die jungen Studierenden, die dort immer am Anfang eines Jahres an acht Mittwochen die Bänke im Hörsaal drücken. Die Jungen und Mädchen sind nämlich erst zwischen acht und zwölf Jahren - aber oft wissbegieriger als die Alten. Für dieses Jahr ging die Kinder-Uni am Mittwochmittag in die vorletzte Runde. Thema: "Die Welt ist voller Menschen und jeder ist anders. Was heißt es eigentlich behindert zu sein?"

Wir alle sehen verschieden aus und können unterschiedliche Sachen besonders gut. Wir haben viele Gemeinsamkeiten und können uns gegenseitig unterstützen oder auch behindern. Wie fühlen blinde Menschen Buchstaben, wie geht das Finger-ABC und was ist eine Gebärde? Wie geht das Zusammenspiel im Sport, wenn das Gehirn und das Denken anders funktioniert oder der Körper sich nicht komplett bewegen kann? Was heißt eigentlich Inklusion im Zusammenhang mit Sport? Als Fazit gab es das Ergebnis: Behindert ist man nicht, behindert wird man.

Maria Engler vom Hochschulsport und Oecotrophologin Ute Weber führten kindgerecht durchs Thema, machten mit den Jungen und Mädchen Experimente, stellten diverse Rätselfragen und ließen eine Art Gästebuch rumgehen, in das jedes Kind Fragen schreiben konnte, was es schon immer brennend interessiert. So sind die Themen für künftige "Vorlesungen" bereits abgesteckt, und die "Studierenden" waren mit Feuereifer dabei. - Noch einmal lädt die Kinder-Uni am kommenden Mittwoch junge Interessierte ein. Dann zum Thema "Eine Reise durch das magische Reich der Zahlen - Gibt es die Null wirklich? Wie viel ist unendlich?" (mw/pm) +++