"Anhang nicht öffnen"

Internetbetrüger missbrauchen Mail-Adresse vom Gasthof Plumhoff


Archivfoto: Hans-Hubertus Braune

08.03.2019 / HÜNFELD - Kriminelle Täter werden immer dreister und suchen sich immer wieder neue Methoden, an Geld zu gelangen. Gerne wird dazu das Internet und seine weltweiten Möglichkeiten missbraucht. Aktuell ist davon auch der Gasthof Plumhoff in Sargenzell, einem Stadtteil von Hünfeld, betroffen. Agnes Plumhoff hat die angeblichen Mahnungen, die ihr Gasthof verschickt haben soll, selbst entdeckt. An sie selbst kam eine E-Mail mit dem Absender "info@gasthof-plumhoff.de". Sie hat das einzig Richtige gemacht: Ihr kam das komisch vor, deshalb hat sie die E-Mail sofort gelöscht.



"Das kann ja wohl nicht sein", sagt Plumhoff gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Diese Betrugs-Mails wurden offenbar innerhalb der Tourismusbranche verschickt. Bislang haben sich einige Firmen gemeldet, die ebenfalls eine Mahnung vom Sargenzeller Gasthof bekommen hatten. Sie haben sich bei Agnes Plumhoff informiert, in den Mails standen Fake-Rufnummern. Bislang hat zum Glück niemand den Anhang geöffnet. Die Gefahr ist groß, dass sich darin eine Software befindet, die zum Ziel hat, die Empfänger-Rechner zu beschädigen.

Der Polizei ist der Fall bekannt, das Betrugsdezernat beim Polizeipräsidium Osthessen ist involviert. Es gibt bislang aber keine Anzeigen, niemand habe die angemahnte angebliche Rechnung bezahlt. Die Täter ausfindig zu machen sei schwierig. Die Polizei empfiehlt, unklare E-Mails lieber nicht zu öffnen, schon gar keine fragwürdigen Anhänge.

Agnes Plumhoff empfiehlt auch in ihrem Fall, fraglichen E-Mails nicht zu öffnen, sondern sofort zu löschen und lieber telefonisch bei ihr nachzufragen. Dann kann sie schnell aufklären, dass die gefälschten Mahnungen nicht vom Gasthof Plumhoff verschickt wurden. (Hans-Hubertus Braune) +++



X