HSV punktet gegen Hadamar
Bonuspunkt oder verlorene Zähler?
Foto: Siggi Larbig
04.03.2019 / HÜNFELD -
Vier Punkte aus zwei Spielen: Fußball-Hessenligist Hünfelder SV hat einen guten Start in die Restrunde hingelegt und wichtige Zähler im Abstiegskampf gesammelt. Jüngst glückte ein achtbares Unentschieden gegen Rot-Weiß Hadamar, auch wenn sich manche Zuschauer an der Rhönkampfbahn mehr erhofft hätten.
Denn: die Hausherren agierten beinahe eine ganze Halbzeit in Überzahl und hatten eine halbe Stunde vor dem Ende durch Maximilian Fröhlich bereits den Ausgleich erzielt. "Wenn ich draußen manche Stimme höre", sagte Hünfelds Abteilungsleiter Mario Rohde auf der anschließenden Pressekonferenz, "dann muss ich sagen, dass wir demütig bleiben sollten."
Der Platzverweis gegen Hadamars Markus Neugebauer nur zwei Minuten nach der Führung durch Jann Bangert, zu diesem Zeitpunkt übrigens absolut verdient, sollte sich als Knackkpunkt erweisen. "Ich habe noch mit meinem 6er gesprochen, ob er sich im Griff hat. Nach der gelb-roten Karte war es natürlich ein anderes Spiel", stellte RWH-Trainer Torsten Kierdorf richtigerweise fest. Denn zuvor verbuchten die Gäste klar das Chancenplus auf ihrer Seite, nach Neugebauers Hinausstellung dominierte Hünfeld.
Kierdorf sicher: HSV hält die Liga
So stand am Ende ein dem Spielverlauf entsprechend gerechtes Unentschieden. "Ich bin glücklich und zufrieden mit diesem Punktgewinn. Man darf eines nicht vergessen: wir haben gegen den viertplatzierten gespielt", betonte Abteilungsleiter Rohde. Dass sich Hadamar und der HSV auch im kommenden Jahr begegnen, davon ist Torsten Kierorf überzeugt.
"Hünfeld wird in der Liga bleiben, weil ich die anderen Mannschaften unten schwächer finde. Das hat man heute gesehen und ihr werdet die Punkte gegen andere holen", sagte Hadamars Trainer in Richtung HSV und erntete für diese Worte großen Applaus. Ähnlich viel Ovationen hatten kurz zuvor die Hünfelder Spieler bekommen, die sich für ihre Vorstellung einen Punkt verdienten. Auch wenn mancher Zuschauer gerne die volle Ausbeute an der Rhönkampfbahn gesehen hätte. (the) +++