"Die Welt geht nicht unter"

Erstmals seit fünf Jahren: Maberzell verpasst Play-Offs

Stehen nicht in den Play-Offs: Tomislav Pucar und TTC-Trainer Qing Yu Meng.
Archivfotos: Jonas Wenzel (Yowe)

27.02.2019 / FULDA - Die Chancen waren nur noch theoretischer Natur, seit Sonntag steht es fest: Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell steht nicht in den Play-Offs. Nach der 2:3-Pleite in Bergneustadt haben die Osthessen keine Möglichkeit mehr, unter die ersten vier zu kommen - zum ersten Mal seit fünf Jahren.

"Wir haben in der Hinrunde zu viele Punkte liegen lassen. Unsere Rückrunde hingegen war stark und mit sieben Siegen in Serie hat man die Play-Offs eigentlich auch verdient", sagt TTC-Vizepräsident Claus-Dieter Schad am Montag im Gespräch mit ON|Sport. Tags zuvor unterlag das Maberzeller Schlussdoppel Tomislav Pucar/Qing Yu Meng den Bergneustädtern Benedikt Duda/Paul Drinkhall - die erste Niederlage nach sieben Siegen samt Verpassen der Play-Offs war perfekt.

"Natürlich ist ein bisschen Wehmut dabei, dass wir diesmal nicht in den Play-Offs stehen. Aber in Summe sind wir mit der Saison zufrieden", sagt Schad und verweist auf die vor der Saison angegebene Zielsetzung, zwischen den Plätzen vier und acht einzulaufen. Während der TTC nur noch ein Spiel zu absolvieren hat, stehen für die Ligakonkurrenten noch zwei Spiele auf dem Plan. Klares Ziel: der aktuell fünfte Platz soll auch in der Endabrechnung zu Buche stehen und Mühlhausen hinter sich gelassen werden.

Dass Maberzell in diesem Jahr nicht um den Finaleinzug spielt, macht Vizepräsident Schad an zwei Heimspielen in der Hinrunde fest. Denn gegen Bremen und Mühlhausen setzte es vermeidbare Pleiten. "Diese Punkte haben uns schließlich gefehlt", resümiert Schad und betont: "Davon geht die Welt aber auch nicht unter, dass wir dieses Mal nicht in den Play-Offs sind." Ein Spiel steht für den TTC am 17. März noch auf dem Programm, wenn die Saison beim Tabellenführer Ochsenhausen beendet wird.

"Wir können locker aufspielen und wollen Ochsenhausen einen tollen Fight bieten", blickt Schad dem letzten Auftritt entgegen. Nachdem im Vorjahr Jonathan Groth den TTC verlassen hat, wird sich auch in diesem Jahr etwas tun. Der Abschied von Publikumsliebling Wang Xi steht seit zwei Wochen fest, er schlägt künftig für den ASV Grünwettersbach auf.

Aktuell fahndet Maberzell nach einem Neuzugang, der den 35-Jährigen ersetzen soll. Wer das sein könnte, da hält sich der Klub bedeckt. Klar ist nur, dass sich der TTC um einen Angreifer und Rechtshänder bemühen wird. Dieses Anforderungsprofil ließ TTC-Präsident Stefan Frauenholz kürzlich durchblicken. Mit zwei Angreifern im Kader scheint sich Maberzell hinsichtlich des wiedereingeführten Schlussdoppels künftig flexibler aufstellen zu wollen. (the) +++