18 "Schäfchen" dabei

Pfarrei St. Jakobus in Indien: Eine unvergessliche Reise


Foto: privat

06.12.2018 / FULDA - Es waren nicht die 12 Apostel, die mit Pfarrer John Roy eine Pilgerreise nach Indien angetreten haben, sondern 18 „Schäfchen“ aus Büchenberg, Eichenzell, Hattenhof, Hosenfeld, Fulda, Lütter und Motten, die mit örtlichen Reiseleitern die Sehenswürdigkeiten Indiens gezeigt bekamen. Direkt nach der Ankunft in Delhi ging es unter anderem zum Lotustempel, der Gedenkstätte Mahatma Gandhis.

Die Reise führte die „Pilger“ nach Agra, wo u.a. ein traditionelles Tanztheater, das berühmte Taj Mahal und das große Fort Agra auf dem Programm standen. In Jaipur, der „rosaroten“ Stadt blieb besonders das Fort Amber, der Stadtpalast und der dazugehörende Palast der Winde in Erinnerung. Die meisten der Teilnehmer wissen nun, wie sich der Ritt auf einem Elefanten anfühlt. Die RikschaFahrt zeigte jedem, wie schwer es ist, sich im Verkehrswirrwarr der Stadt zu behaupten und wie schwer manch Inder seinen Lebensunterhalt verdienen muss.

Indiens Verkehrsteilnehmer brauchen drei Dinge zum Überleben: eine gute Hupe, gute Bremsen und viel Glück. Von Jaipur flogen die Teilnehmer ca. 2000 km nach Bangalore in den Süden Indiens. Die Rundreise führte sie nach Mysore in ein Vogelschutzgebiet, einen MaharadschaPalast sowie einen Hindu-Tempel auf dem Chamundi Hill. Über Wayanadu mit dem größten Erddamm Indiens ging die Fahrt weiter in den Süden in die Heimatgemeinde von Pfarrer John Roy. Der herzlichen Begrüßung durch die Kirchengemeinde mit allerlei Darbietungen der Jugend und anschließender Hl. Messe, die Pfarrer John Roy nach indisch-syromalabarischem Ritus feierte, folgte ein Besuch bei dessen Familie, die mit großer Gastfreundschaft für alle ein Mittagessen bereit hielt.

Es folgte die Fahrt in das gewürzreiche Calicut, dort, wo der Portugiese Vasco da Gama 1498 Indien entdeckte. In Kodungallor sahen die „Pilger“ den Ort, an dem im Jahre 52 n. Chr. der Apostel Thomas mit der Christianisierung Indiens begann. Weiter sehenswert war die erste europäische Kirche St. Francis, der Holländische Palast und die jüdische Synagoge in Kochi. Nach einem Aufenthalt auf einem Hausboot in den Backwaters bei Alleppey mit herrlichem Sonnenuntergang und dem Besuch der Wallfahrtsstätte der ersten Heiligen Indiens Alphonsa, klang die Reise in einer Hotelanlage am Arabischen Meer sehr entspannt aus. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie eine unvergessliche Reise erlebt hatten. (Ralf Liebau) +++