Nachgedacht 291

Für die Kleinsten.... - Sonntagsgedanken von Christina Lander


Foto: ON-Archiv

25.11.2018 / FULDA - In der letzten Woche gingen mehrere liebevoll gepackte Weihnachtsgeschenke an Orte, an denen es Kinder nicht so gut haben, womöglich gar nichts zu Weihnachten bekommen. Ich habe diese Aktion gern unterstützt. Ein Päckchen für ein unbekanntes Kind für dessen Freude herzurichten, hat mir wirklich gefallen. Aber ich kam nicht umhin, darüber nachzudenken, wie viele Kinder in den kommenden Adventstagen weitaus schlimmeres erleiden müssen, als kein Geschenk an Weihnachten zu haben.



Ich finde, dass die kommenden Tage, die die Familie und gemütliche Häuslichkeit in eine ganz besondere Wertschätzung heben, ganz dramatisch zeigen, wie traurig es ist, wenn Kinder in unzumutbaren Verhältnissen leben müssen. Ich muss ehrlich sein und sagen, dass ich oft mit mir hadere, wenn ich wieder davon lese oder es selbst sehen muss, welch schlechte Eltern es gibt. Am liebsten würde ich die Kinder dort sofort wegholen und retten. Verwahrlosung, Gewalt und Grausamkeiten dürfen in kein Kinderleben gehören und immer wieder bin ich den Tränen nahe, wenn ich von solch einem Leid höre.

Den kleinsten Menschen Unglück anzutun, gehört für mich zu den schwersten Vergehen, man mag auch von Sünde sprechen. Kinder können sich bekanntlich eben nicht wehren, sind oft den Erwachsenen schutzlos ausgeliefert und müssen sich dem Leben, in das sie hineingeboren wurden, fügen. Deswegen, liebe Leserinnen und Leser, lassen Sie uns doch in dieser Adventssaison einmal den Fokus auf die Kleinsten richten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Kinder zu unterstützen. Vielleicht finden Sie auch einen Weg, damit das, was Weihnachten wirklich in uns Menschen bewegen will, in unserer Welt wirklich geboren wird: die Liebe zum Mitmenschen. (Christina Lander) +++

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