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SG Barockstadt - FC Gießen 1:2 (0:1)

Lehrstunde in Sachen Effizienz: Gießen marschiert weiter

Es sollte nicht sein: David Wollny brachte zwar frischen Wind ins Spiel, die SG Barockstadt scheiterte jedoch an der Effizienz
Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

25.11.2018 / FULDA - Der FC Gießen konnte auch gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz beweisen, warum er an der Tabellenspitze der Fußball-Hessenliga steht. Mit 2:1 (1:0) gewann die Mannschaft von Daniyel Cimen gegen die SGB und zeigte den Gästen was Effizienz im Fußball bedeutet. Nichtsdestotrotz zeigte die Gören-Elf nach dem 0:2 eine starke Reaktion. 


Auf den Ausfall von Christopher Bieber antwortete Sedat Gören mit Patrick Broschke im Sturmzentrum, der im Laufe des Spiels jedoch auch häufig auf den Flügel auswich und so für reichlich Betrieb in der Defensive des FC Gießen sorgte. Der Tabellenführer hatte damit auch ordentlich Probleme, weshalb sich die SG Barockstadt in der Anfangsphase einen Vorteil erspielen konnte. Broschke hatte die erste gute Gelegenheit, scheiterte aber an Tolga Sahin im kurzen Eck (8.).

Der FC Gießen kam vor dem Tor von Benedikt Kaiser kaum zur Geltung, ehe ein geblockter Schuss von Michael Fink (25.) das einleiten sollte, was Gießen vom Rest der Liga unterscheidet. Die nachfolgende Ecke führte Timo Cecen kurz aus, flankte an den Fünfer, wo Fink zum 1:0 einnickte (26.). Torchancen erspielte sich darauf keine Mannschaft mehr, die SGB versuchte über den quirligen Broschke, auf die FCG-Führung zu antworten, fand gegen die gutstehende Abwehr des Spitzenreiters jedoch kein moderates Mittel. "Wir waren nicht gut im Spiel, Barockstadt war die spielbestimmende Mannschaft. Heute hat man aber gesehen, wie wichtig Standards sein können", war FCG-Trainer Daniyel Cimen froh, dass seine Elf trotzdem ein Mittel zum Sieg fand.

Für die Barockstädter war dies auch eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. Während die Hausherren durch Chancen von Broschke (54.) und Marius Strangl (59.) keinen Torerfolg erzwingen konnten, zeigte sich Gießen dahingehend einen Schritt weiter – und den Zuschauern wurde der Spiegel zum 1:0 vorgehalten: Wieder führte Gießen eine Ecke kurz aus, wieder flankte Cecen, diesmal überwand Christopher Spang Kaiser mit einer gefühlvollen Direktabnahme (62.). "Wenn es aus dem Spiel nicht läuft, macht Gießen eben die Standards rein", hob Gören die enorme FCG-Qualität hervor.

Zu diesem Zeitpunkt forderten schon lange die Zuschauer auf der Tribüne die Einwechslung von David Wollny. Nach 70 Minuten wechselte Gören den Offensivmann ein, der nicht lange auf sich warten ließ und keine Minute nach seiner Einwechslung auf Flanke von Benjamin Trümner zum Anschluss traf (71.) und ähnlich effektiv war wie die Gäste. "Wir haben dann nochmal alles reingeworfen und ich denke, wir waren auch die spielstärkere Mannschaft", sagte Gören zur Schlussviertelstunde.

Und die Hausherren waren drin, zwei Minuten später mutierte ein verunglückter Schuss von Wollny zur Vorlage, Broschke verpasste den Ball jedoch denkbar knapp (73.). Der FCG verlagerte sich auf Konter, die Barockstädter zeigten eine starke Reaktion und drückten auf den Ausgleich. Doch weder Markus Gröger (75.) noch Wollny (87.) brachten ihre Kopfbälle ins Netz. So blieb es beim 2:1 für Gießen, die damit weiter Richtung Regionalliga marschieren.

Am Ende brachten die Einwechslungen von Wollny und Trümner wieder Wind in eine Partie, in der die SGB durch den Aufwand durchaus ein Unentschieden verdient gehabt hätte. "Positiv war, dass wir gegen eine spielstarke Mannschaft keine Torchance aus dem Spiel heraus zugelassen haben", zog Sedat Gören ein unterm Strich positives Fazit. Sein Gegenüber Daniyel Cimen sah es ähnlich: "Wir nehmen diesen etwas glücklichen Sieg gerne mit." Letztlich zahlte sich die Effektivität des FC Gießen aus, was der kleine, aber feine Unterschied in diesem kurzweiligen Spiel sein sollte. (tw)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL: 


SG Barockstadt Fulda-Lehnerz: Benedikt Kaiser - Miguel Torcuatro, Patrick Broschke, Leon Pomnitz (86. Alexander Reith), Patrick Schaaf, Kevin Hillmann, Markus Gröger, Marcel Mosch (63. Benjamin Trümner), Dennis Müller (70. David Wollny), Niklas Odenwald, Marius Strangl.

FC Gießen: Tolga Sahin - Kevin Nennhuber, Timo Cecen, Markus Müller (76. Noah Michel), Cem Kara (89. Brian Mukasa), Barbaros Koyuncu (90. Johannes Hofmann), Michael Fink, Christopher Spang, Ricardo Antonaci, Vaclav Koutny, Alban Lekaj.

Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark). 

Zuschauer: 700.

Tore: 0:1 Michael Fink (26.), 0:2 Christopher Stang (62.), 1:2 David Wollny (71.). +++

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