10. Spieltag in der Handball-Landesliga

Großenlüder/Hainzell will Form bestätigen - Hünfeld plagen Personalsorgen

Michael Blinzler und die HSG Großenlüder/Hainzell grüßen vom zweiten Platz und spielen bislang eine starke Saison.
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

15.11.2018 / REGION - Nächste Runde in der Handball-Landesliga der Herren: Am Wochenende steigt der zehnte Spieltag und bis auf die TG Rotenburg sind alle Mannschaften aus der Region in fremden Hallen gefordert. Das Spitzenspiel steigt bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger, bei der Oberliga-Absteiger Hünfelder SV gastiert. Zudem will die HSG Großenlüder/Hainzell ihren Lauf fortsetzen.

TG Rotenburg - TSG Dittershausen (Samstag, 17:30 Uhr)


Unangenehmer Gegner für die Rotenburger. "Wer mit einem Tor gegen Vellmar verliert, gegen Großenlüder und Hünfeld Unentschieden spielt, ist sicher nicht zu unterschätzen", weiß TGR-Trainer Robert Nolte, dass eine knifflige Aufgabe auf seine Sieben wartet. Damit es am Wochenende mit dem nächsten Sieg klappt, müsse die TG alles abrufen, um die zwei Punkte in eigener Halle zu behalten.

"Dittershausen verfügt über eine starke Abwehr, was die Ergebnisse auch widerspiegeln", sagt Nolte. Rotenburgs Trainer muss sich etwas einfallen lassen, damit er seinen treffsichersten Schützen Boze Balic gut in Postion bringen kann. Die Gäste verfügten über eine junge und starke Mannschaft, die jeden Gegner ärgern könnten. Da die Liga enorm ausgeglichen sei, könne man nicht absehen, wie das Spiel am Wochenende ausgeht.

"Unser Problem ist, dass wir zuhause nicht die Leistung abrufen, die wir bei den Auswärtsspielen zeigen, wie man bei den Ergebnissen gegen Hünfeld oder gegen die WHO sieht, das müssen wir verbessern", fordert Nolte auch in heimischer Halle einen gelungenen Auftritt. "Am Ende wird wohl die Tagesform entscheiden", glaubt Nolte. Personell kann er wieder aus dem Vollen schöpfen, Tomislav Balic ist nach Verletzung wieder zurück im Kader.
 

MSG Körle/Guxhagen - HSG Großenlüder/Hainzell (Samstag, 18 Uhr)

Nur am ersten Spieltag musste sich die HSG von Trainer Joachim Bug geschagen geben, seitdem hält der Lauf des Tabellenzweiten an. "Diesen Aufwärtstrend wollen wir natürlich bestätigen und fortsetzen", sagt Bug vor dem Gastspiel bei der MSG aus Körle und Guxhagen. Die liegt auf Rang neun der Tabelle und verlor zuletzt beim TV Hersfeld, während die HSG mit zwei Derbysiegen im Rücken in die Begegnung geht.

Von einer vermeintlich leichten Aufgabe will Bug aber nichts wissen. "Körle verfügt über eine junge und gut ausgebildete Mannschaft, die im Angriff vieles spielerisch löst und geduldig spielt", erwartet Bug eine andere Offensive als noch jüngst gegen den HSV, dem seine Sieben mit einem kompakten Abwehrzentrum den Zahn zog. "Weil Körle lange Angriffe spielt, müssen wir entsprechend konzentriert agieren", fordert Bug.

Personell dürfte der HSG-Trainer aus dem Vollen schöpfen, lediglich hinter dem Einsatz von Henrik Dimmerling stünde noch ein Fragezeichen. Nichtsdestotrotz will die HSG ihren Lauf fortsetzen und die Leistungen der letzten Wochen bestätigen. "Im Training stelle ich eine enorme Entschlossenheit fest", glaubt Bug nicht, dass die jüngsten Erfolge seiner HSG ein paar Prozentpunkte Konzentration kosten könnten.


VfB Bettenhausen - TV Hersfeld (Samstag, 18 Uhr)

Einen wichtigen Sieg landete der TVH am vergangenen Wochenende, als in eigener Halle die MSG Körle/Guxhagen souverän geschlagen wurde. Nachdem zuvor die Derbys gegen Großenlüder/Hainzell und Hünfeld verloren wurden, kehrte die Sieben von Trainer Matthias Deppe in die Erfolgsspur zurück. In Bettenhausen wollen die Hersfelder dort auch bleiben.

"Ich denke, dass es ein schwieriges Spiel für uns wird", sagt Trainer Deppe, "weil es zum einen ein Auswärtsspiel ist und Bettenhausen ein für uns unbekannter Gegner ist." Die Viktoria startete mit drei Unentschieden – unter anderem gegen Spitzenreiter Vellmar – in die Saison und rangiert mit sieben Punkten auf Rang zehn. Dreh- und Angelpunkt im VfB-Spiel sei Mittelmann Gordan Suton, auf den es besonders aufzupassen gelte.

Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung des Hersfelder Gastspiels. Mit einem eigenen Erfolg könnte der auf Platz fünf notierte TVH den samstäglichen Gegner distanzieren und sich selbst im oberen Mittelfeld festigen. Für dieses Unterfangen stehen Matthias Deppe vermutlich alle Akteure zur Verfügung.

HSG Fuldatal/Wolfsanger - Hünfelder SV (Samstag, 18 Uhr)

Nach der Niederlage im Derby gegen Großenlüder/Hainzell wartet eine weitere schwere Aufgabe auf die Sieben von Trainer Jonggi Pasaribu. Den HSV führt die Reise zum Tabellennachbarn aus Fuldatal und Wolfsanger. Die dortige HSG liegt einen Rang über den Hünfeldern auf dem dritten Platz. "Sie spielen eine starke 6:0-Deckung, aus der sie ähnlich wie Großenlüder schnell nach vorne spielen", sagt Pasaribu über die Sieben des mit allen Wassern gewaschenen Trainers Hazim Prezic.

"Das ist eine richtig harte Aufgabe - insbesondere nach dieser Trainingswoche", führt der HSV-Trainer aus und verweist auf einige Ausfälle während der Übungseinheiten. Unter anderem habe 80 Prozent seines Rückraums gefehlt, was die Vorbereitung auf das Duell mit dem Dritten erschwert habe. "Es ist wie im Theater: ist die Generalprobe schlecht, wird de Vorstellung umso besser", sagt Pasaribu angesichts der personellen Engpässe mit einem Schmunzeln und hofft, dass sich sein Lazarett bis zum Samstag lichtet.

Seine Mannschaft hat zuletzt zwei Niederlagen in Folge kassiert, eine richtungsweisende Bedeutung misst Pasaribu dem Spiel gegen Fuldatal/Wolfsanger aber nicht bei: "Wir liegen im Soll und selbst wenn wir diese Partie verlieren sollten, haben wir immer noch 16 Spiele, in denen wir uns nach oben kämpfen können." Drei Punkte liegt die HSG derzeit vor dem HSV, im besten Fall, so hofft es der HSV-Fan, schrumpft dieser Vorsprung nach dem Samstag auf einen Zähler zusammen.

HSG Baunatal - HSG Werra WHO 09 (Sonntag, 17 Uhr)

"Es ist die viertstärkste Heimmanschaft der Liga, Zuhause also eine absolute Macht", so HSG-Trainer Jörg Fischer über den sonntäglichen Gegner. Dass das Spiel in Baunatal aber nicht einfach wird, sei allen Beteiligten klar. Fischer will aber mit seiner Mannschaft das Spiel so lange offen halten wie es geht. Denn: eine deftige Pleite wie am vergangenen Samstag vor heimischer Kulisse im Derby gegen die TG Rotenburg soll diesmal vermieden werde.

Die Derby-Klatsche aber sei abgehakt, der Blick gehe nach vorne."Die Baunataler haben einen sehr breiten Kader und verfügen über viele Torschützen", so Fischer über die HSG. Nicht nur Topscorer Christian Vogt sorge mit seinen Toren für Furore, auch seine Mitspieler treffen häufig ins Schwarze. Fischer muss also sehen, dass er die anfällige Abwehr stabilisiert, damit Punktgewinne für den Aufsteiger aus dem Werratal im Bereich des Möglichen liegen. 

Bei der HSG erwartet Fischer aber auch Schwierigkeiten für seinen Angriff. "Baunatal spielt eine sehr gute und offensive Deckung, die uns vor Probleme stellen wird", meint der WHO-Trainer. Nichtsdestotrotz wolle man in Baunatal mit breiter Brust auftreten, auch wenn die Heimmanschaft klarer Favorit sei. Jörg Fischer hofft, dass Robin Schneider nach seinem Urlaub wieder zur Verfügung steht und Torhüter Kevin Schottmann, der wegen Rückenschmerzen nur eingeschränkt am Training teilnahm, auflaufen kann. (Max Rimkus/Tobias Herrling) +++


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