Bär sieht SVN in Außenseiterrolle

Tagesform und Glück entscheidend: Johannesberg bittet Neuhof zum Tanz

In der Hinrunde siegte der SV Neuhof mit 1:0, hier wird Johannesbergs Pierre Mistretta vom Neuhofer Verbund gestoppt
Archivfotos: Carina Jirsch

09.11.2018 / FULDA - Im ersten Spiel nach der Hinrunde kommt es für den Fußball-Verbandsligisten SV Neuhof gleich zum nächsten Derby. Nach dem Sieg gegen den FC Eichenzell trifft die Mannschaft von Alexander Bär am Sonntag (14:30 Uhr) auf die SG Johannesberg, die nach einem Fehlstart in die Saison nun wieder Anschluss nach oben hergestellt haben.

Mit 1:0 siegte der SV Neuhof im ersten Saisonspiel und sorgte dafür, dass die Johannesberger zunächst in den Tabellenkeller rutschten, während der SVN eine gute Rolle in der Verbandsliga-Spitze spielte. Zwar hielt sich die Bär-Mannschaft seitdem in den Top Fünf der Liga, die SGJ hat dank einer Siegesserie jedoch auch wieder Kontakt zur Spitze hergestellt, wodurch das Duell beider Teams auch tabellarisch zu einem Spitzenspiel wird, beide trennen lediglich vier Zähler.

"In diesem Spiel muss man Tagesform und Glück haben. Es entscheiden absolute Kleinigkeiten", schätzt SVN-Trainer Alexander Bär die Partie bei der Maikranz-Elf sehr eng ein. Im Vorteil sieht er jedoch die Hausherren: "Die Heimmannschaft hat den Vorteil. Johannesberg war von Beginn der Saison ein Aufstiegskandidat, das scheint sich nach dem schlechten Start jetzt durchzusetzen." Seit neun Spielen hat die SGJ nicht mehr verloren, holte 21 von 27 möglichen Punkten und ist nun bis auf vier Punkte am Relegationsplatz dran.

"Vom Personal her ist das schon eine Oberliga-Mannschaft", wäre Bär schon mit einem Punkt zufrieden, reist aber nicht für Lobeshymnen zur SGJ: "Das hat nichts mit Understatement zu tun, wir wehen nicht die weiße Flagge und werden mit breiter Brust nach Johannesberg fahren." Bär erwartet ein Spiel mit hohem Tempo und viel Taktik, kann mit seiner Elf jedoch befreit in die Partie gehen: "Wir müssen da nicht ins offene Visier laufen."

Personell hat Bär noch mit einigen Fragezeichen zu kämpfen, so sind Antonio Antoniev, David Costa Sabate, Damian Dudala, Ondrej Cajka und Bartosz Stachelski fraglich, Gyorgi Zarevski wird mit seinem Handbruch den Rest des Jahres ausfallen. Auf Seiten der SGJ wird Paolo Mondo weiterhin gesperrt fehlen. Nach dem Personal richtet sich auch die Taktik beider Mannschaften, Bär will sich nicht in die Karten schauen lassen und abwarten, wen Jochen Maikranz am Sonntag im Derby ins Rennen schickt. (tw) +++