Prävention soll Unfallrisiko senken

Polizeikontrollen am Kirchheimer Dreieck: Güter- und Personenverkehr im Visier

In Kirchheim werden am Donnerstag Lastwagen und Busse sowie Kleintransporter überprüft
Fotos: Hans-Hubertus Braune

11.10.2018 / KIRCHHEIM - Seit den frühen Morgenstunden ist das Polizeipräsidium Osthessen zusammen mit dem Zoll und dem Bundesamt für Güterverkehr auf den Autobahnen A 4, 5 und 7 rund um das Kirchheimer Dreieck unterwegs. Sie kontrollieren den gewerblichen Personen-/Güterverkehr auf Missstände, zum Beispiel bei der Ladungssicherung, Gewichtsüberschreitung oder der allgemeinen Fahrzeugsicherheit. Dazu wurde eine Kontrolle in Kirchheim eingerichtet. Das Polizeipräsidium beteiligt sich an einer landesweiten Aktion.

Die Polizei versucht mithilfe dieser 24-stündigen Kontrolle nicht nur Gefahren, die im Straßenverkehr durch unsichere Ladung oder ähnliches entstehen können zu beseitigen, sondern auch präventiv bei den Fahrzeugführern auf mögliche Gefahren hinzuweisen. "Doch nicht nur die technischen Komponenten werden untersucht, auch die Lenk-/Ruhezeiten werden von den Beamten kontrolliert", ergänzt Pressesprecher Dominik Möller gegenüber O|N.

Allerdings werden auch Verstöße während des Fahrens geahndet: Zum Beispiel sind zu geringer Abstand oder der Missbrauch des Handys während des Fahrens ebenfalls Verstöße, die von den Polizisten mit Geldbußen bestraft werden. Besondere Merkmale auf die, die Polizisten achten, sind ausgebeulte Planen (Indiz für ungesicherte Ladung) oder auch technisch veraltete Fahrzeuge.

"Der Grund für die Kontrolle ist die Bekämpfung der Hauptursachen von Verkehrsunfällen", erklärt Möller weiter. Mit dieser präventiven Maßnahme sollen vor allem den Verkehrsteilnehmern dargelegt werden, welche Gefahren Verstöße für andere Verkehrsteilnehmer beinhalten können. Allerdings werden Verstöße mit Bußgeldern für Fahrer und Halter bestraft. Diese Strafen können den mittleren vierstelligen Bereich erreichen.

Es gab auch an diesem Morgen schon Kontrollen, die durchaus kurios waren. Am frühen Morgen wurde ein Viehtransporter aus dem Verkehr gezogen. Der in Alsfeld beladene Lastkraftwagen wurde aufgrund von Überladung mit einer Geldbuße belegt. Zudem musste die Hälfte des Transportes - 17 Rinder - in Alsfeld wieder entladen werden. Nachdem dies in Anwesenheit der Polizei geschehen war, durfte der Viehtransporter die Reise fortführen. (Kevin Kunze)+++