Ortsbasierte Warnungen

Erstmalig: Polizei setzt Katwarn auf dem Lullusfest ein

Eng beisammen zum Thema Katwarn (v.l.n.r.): Felix Wimhöfer (Fachbereichsleiter Stadtmarketing), Bürgermeister Thomas Fehling, Horst Mertelmeyer (Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg) und Helge Assi (Technischer Leiter Lullusfest)
Foto: Meik Ebert

11.10.2018 / BAD HERSFELD - Beim diesjährigen Lullusfest setzt die Bad Hersfelder Polizei erstmals das Warn- und Informationssystem Katwarn ein. Katwarn ist ein vom Frauenhofer Institut entwickeltes, bundesweites Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung. Es ist für Jedermann über eine kostenlose App auf dem Smartphone abrufbar.

Wenn die meisten Menschen wohl mit Katwarn eher Unwettermeldungen verbinden - die Polizei nutzt die App noch für ganz andere Zwecke. Sie kann bei drohenden Gefahren auf diesem Wege schnell und präzise konkrete Hinweise an die Nutzer senden, verbunden mit Verhaltensempfehlungen oder Verhaltensanweisungen.

Die Meldungen informieren also nicht nur bei möglichen Gefahren, sondern auch bei Vermisstenfahndungen, Zeugenaufrufen, aktuellen veranstaltungstypischen Kriminalitätsphänomenen wie beispielsweise Taschen- und Trickdieben sowie bei Unglücksfällen.

Lullusfest 2018

Anlässlich des Lullusfestes 2018 wird die Polizei erstmalig sogenannte ortsbasierte Warnungen über Katwarn übermitteln. Das heißt: Nur wer sich mit seinem Endgerät auch wirklich schon auf dem Bad Hersfelder Marktplatz oder in der benachbarten Innenstadt aufhält, erhält die speziellen Nachrichten zum Lullusfest. Übertragen wird über den eigenen Datentarif oder über das öffentliche WLAN-Netz „Stadtwerke Smart City“ der Stadtwerke Bad Hersfeld.

Wer Katwarn oder den Polizei-Service zum Lullusfest nutzen will, muss sich nur einmalig anmelden. Auf der Homepage www.Katwarn.de können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über Katwarn informieren. Dort finden sie auch das von der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg eingestellte Themen-Abo „Lullusfest“ mit dem dazugehörigen QR-Code.

Im Landkreis Hersfeld–Rotenburg wird Katwarn neben der Polizei auch von den örtlichen Katastrophenschutzbehörden eingesetzt. Derzeit sind über 14.000 Nutzer im Kreis registriert. Katwarn warnt nicht nur ortsgebunden, also für den aktuellen eigenen Standort oder die Heimatstadt, sondern (wenn vom Nutzer gewünscht) auch im gesamten Bundesgebiet – und eben auch vor Unwettern, da Katwarn mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) einen verlässlichen Kooperationspartner hat. Katwarn ist neben den sozialen Medien ein weiterer innovativer Baustein für die Polizei, um in Sonderlagen die Deutungshoheit zu behalten und sogenannten „Fake News“ wirksam entgegenzutreten. (pm) +++