3. Spieltag der Handball-Landesliga

TGR trennt sich Remis - Großenlüder und HSV feiern Erfolge

Nils Krug und der Hünfelder SV gewannen beim VfL Wanfried
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

30.09.2018 / REGION - Guter Tag für die osthessischen Handball-Landesligisten: Während die TG Rotenburg ein 33:33 (20:16)-Remis gegen den VfB Bettenhausen holten, feierten die HSG Großenlüder/Hainzell beim Tabellenführer HSG Fuldatal/Wolfsanger ein 35:34 (19:18)-Erfolg, der Hünfelder SV gewann beim VfL Wanfried mit 23:20 (9:12).



TG Rotenburg - Viktoria Bettenhausen 33:33 (20:16)

"Mit ein wenig Abstand geht das so in Ordnung", sagte TGR-Trainer Robert Nolte nach dem Spiel, das seine Sieben in der Endphase der Partie noch drehte und so das Remis sicherte. Ärgerlich war es dennoch, führte die TG Rotenburg zwei Minuten vor Schluss mit zwei Toren, schaffte es aber nicht, die Führung zu verwalten. So schafften die Gäste durch zwei Tore von Jannik Schlosser noch den Ausgleich.

Mit der ersten Halbzeit war Nolte sehr zufrieden, über 4:3 und 12:10 baute die TGR das Ergebnis auf ein 17:12 aus, führte zur Pause mit 20:16. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in einer Halbzeit so viele Tore geworfen haben", war auch Nolte froh über die Führung. Diese hielt auch bis zur 48. Minute, ehe Gordan Suton den VfB erstmals seit der achten Minute wieder in Führung warf. 

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen", so Nolte, "wenn wir etwas cleverer gewesen wären, hätten wir das Spiel auch gewonnen". Mit drei Punkten aus drei Spielen startet die TG Rotenburg also in die Saison, "für den Moment ist das in Ordnung".

TG Rotenburg: Alexander Dick, Cica Drazen - Marcus Einhorn (5/4), Philipp Debus, Nils Gerlich, Tomislav Balic, Simon Golkowki (8), Maurice Reyer, Boze Balic (11/2), Luca Schuhmann (2), Jan-Oliver Holl (3), Jendrik Janotta (1), Jonas Barzov, Jonas Troch (3).

VfB Bettenhausen: Marcell Botthof, Björn Frey - Tim Hofmeister (1), Lukas Schmidt (1), Faruk Tataraga (8), Gordan Suton (8/4), Igor Schuldes (2), Hendrik Koch (8), Christopher Gladis, Tim Dallmann, Jannik Schlosser (5), Christoph Ganasinski, Mattias Paar, Maximilian Vaupel.


HSG Fuldatal/Wolfsanger - HSG Großenlüder/Hainzell 34:35 (18:19)

Durch den starken Saisonstart der HSG Fuldatal/Wolfsanger sagte Großenlüder-Trainer Joachim Bug schon vor dem Spiel, dass man befreit aufspielen könne. Genau dies tat sein Team auch, kam in der Anfangsphase gut in die Partie und führte schnell mit 4:0. "Danach sind wir ein bisschen aus dem Tritt gekommen", so Bug, denn die Vier-Tore-Führung drehte der Spitzenreiter in eine eigene 8:5-Führung, besonders mit den schnellen Tempogegenstößen hatte die HSG Probleme.

Wenig später bauten die Gastgeber die Führung auf 14:8 auf, ehe sich Großenlüder fing und zur Aufholjagd ansetzte. Über 10:14 und 12:15 glich die HSG auf 15:15 aus und ging mit der Schlusssirene des ersten Durchgangs mit 19:18 in Führung. Die Gäste hatten das Spiel nun im Griff und ließen die Hausherren im zweiten Durchgang nicht mehr in Führung gehen.

"Die Jungs haben genial gefightet", freute sich Bug, der eine halbe Minute vor dem Ende bei zwei Toren Vorsprung eine Auszeit nahm, seine Sieben sollten einzig die Zeit runterspielen und den Sieg verwalten. Zwar trafen die Hausherren noch einmal, doch der Treffer von Tobias Barth eine Sekunde vor Schluss hatte keine Auswirkung mehr auf den Sieg für Großenlüder/Hainzell, die nun mit 4:2-Punkten einen guten Start in die Saison erwischten.

HSG Fuldatal/Wolfsanger: Rene Hüsken, Nico Huth - Sven Hinz, Louis Feckler (1/1), Tim Rösler, Fynn Welch (1), Philip Scholz (3), Tobias Barth (2), Nils Gericke, Marcel Witzel (5), Adrian Rudolph (6), Marian Seibert (12), Till Welch (1), Paul Helbing (3).

HSG Großenlüder/Hainzell: Simon Weber, Alexander Stradtmann - Moritz Otterbein, Lukas Münker (1), Benedikt Dimmerling (7), Simon Münker, Dominik Malolepszy (9/3), Lukas Dimmerling (10), Michael Blinzler (2), Henrik Dimmerling (3), Sebastian Peppler (3).


VfL Wanfried - Hünfelder SV 20:23 (12:9)

"In Anbetracht des Spielverlaufs müssen wir fast zufrieden sein", sagte HSV-Trainer Jonggi Pasaribu mit Blick auf die 23 Treffer in der Offensive, wohlwissend, dass der VfL Wanfried eine der Top-Mannschaften der Liga ist. "Das ist eine Mannschaft, die es weiß, dem Gegner das Spiel aufzudrücken", so Pasaribu. Dies gelang dem VfL auch in Halbzeit eins, in der der HSV vor dem Tor die Durchschlagskraft vermissen ließ und so ins Hintertreffen geriet.

Über 3:2 und 5:4 baute der VfL die Führung aus, lag nach etwas mehr als 25 Minuten mit 10:5 vorne und lag auch zur Halbzeit mit 12:6 in Front. "Fünf Tore nach 20 Minuten sind einfach zu wenig", haderte Pasaribu einmal mehr mit der Offensivleistung seiner Mannschaft, wobei der HSV-Trainer dem Gegner auch Respekt für die taktisch clevere Leistung zollte.

In Durchgang zwei war der HSV besser in der Partie, holte über 11:13 und 15:16 den Rückstand auf, ehe nach 43 Minuten durch Lennart Sitzmann der Ausgleich und nach 53 Minuten durch einen Treffer von Felix Kircher erstmals der HSV in Führung stand. "Das spielen wir dann gut runter, Lob an die Jungs", so Pasaribu, der nach drei Saisonspielen und dem Sprung auf Platz eins sehr zufrieden mit der Defensive ist, in der Offensive aber weiter Grund zur Verbesserung erkennt. (tw)

VfL Wanfried: Nick Degenhardt, Stephan Harseim, Sebastian Krause, Dennis Werner - Milos Milosavljevic (2), Maximilian Lippold (8/3), Finn Wunderlich (1), Johannes Ebel, Andre Denker, Vladimir Djuric (5/1), Paul Nemenco (4/1), Henning Wehr, Jochen Stradal.

Hünfelder SV: Christian Krätzig, Fabian Simon - Lennert Sitzmann (6), Fabian Sauer (6/5), Niklas Fischer, Michael Klein (2), Mergim Hyseni, Nils Krug (1), Julien Sandrock (2), Theo Sauerbier, Alexander Unglaube (2), Felix Kircher (4), Julian Möller. +++

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