Heranwachsender festgenommen

17-jähriger Deutsch-Türke plante Sprengstoffattentat im Rhein-Main-Gebiet


Symbolbild: O|N

14.09.2018 / FLORSTADT - Bereits am 1. September wurde in Florstadt ein mutmaßlicher Islamist festgenommen, dies bestätigte am Donnerstag die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main. Ein 17 Jahre alter Deutsch-Türke  hatte einen Sprengstoffanschlag im Rhein-Main-Gebiet geplant. Der Beschuldigte befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.

In einer Vernehmung hatte der Heranwachsende eingeräumt, einen islamistisch motivierten Anschlag unter Verwendung hochexplosiven Sprengstoffes geplant zu haben. Die Vorbereitungen dazu, so die Staatsanwaltschaft, habe er bereits begonnen. Im Internet habe der junge Mann, der die deutsche sowie die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, versucht, Chemikalien zu bestellen, um damit den Sprengstoff Triacetontriperoxid (TATP) herzustellen. Eine Bauanleitung habe ihm dabei geholfen, eine Sprengstoffvorrichtung zu bauen.

Bei einer Durchsuchung des Elternhauses fand die Polizei geringe Mengen des hochexplosiven Gemisches. Davon allein, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter, hätte er aber noch keinen Sprengsatz bauen können. Der Jugendliche habe sich, laut Informationen der dpa, im Internet radikalisiert.

Motiv Rache?

Die Bild-Zeitung berichtet unter Berufung auf eigene Informationen, der Beschuldigte könnte unter anderem eine Schwulenbar in Frankfurt als mögliches Ziel ins Auge gefasst haben. Nach eigenen Angaben sei der 17-Jährige, der als psychisch labil gelte, erst vor drei Wochen von mehreren Männern vergewaltigt worden. Auch eine Moschee hätte der Deutsch-Türke laut Bild-Informationen möglicherweise in die Luft sprengen wollen. 

Weitere Ermittlungen führt nun das Landeskriminalamt in Wiesbaden. (mr) +++