Richtfest mit Minister Grüttner

Klinik-Neubau im Zeitplan: 75 Millionen Euro für medizinische Versorgung

Viele Beteiligte der letzten Jahrzehnte, Landräte, Chefärzte und weitere Amtsträger
Foto: Julius Böhm

11.08.2018 / GELNHAUSEN - In etwas mehr als einem Jahr soll mit dem Einzug der Betrieb starten, zunächst feiert der Neubau der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen am Freitag pünktlich und voll im Zeitplan das Richtfest. Dort entstehen gerade auf 6.500 Quadratmetern ein moderner Krankenhaustrakt mit neuer Notaufnahme, zwei Pflegestationen mit je 30 Betten und dann insgesamt 29 Intensivbetten.

75 Millionen Euro werden für die Modernisierung der Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern investiert, weil die Kapazitätsgrenze der beiden Krankenhäuser erreicht war. Zum Richtfest kam auch Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner und hatte 14,5 Millionen Euro Landeszuschus dabei. "Mit diesen Mitteln tragen wir zu einem weiterhin erfolgreichen und zukunftssicheren Krankenhausbetrieb bei", so Grüttner.

"Genau 50 Jahre nach der Eröffnung des damaligen Kreiskrankenhauses stehen wir hier und schlagen ein neues Kapitel der Main-Kinzig-Kliniken auf", rief Landrat Thorsten Stolz in Erinnerung. Das Fundament dafür sei die von seinem Vorgänger Erich Pipa ins Leben gerufene Investitionsstrategie "Gesunde Kliniken 2020". Pipa und seine beiden Vorgänger Karl Eyerkaufer und Hans Rüger waren ebenfalls zu Gast.

Trotz Baustelle: Patientenzahlen stabil

32.000 stationäre Patienten in Schlüchtern und Gelnhausen belegen die Bedeutung der Kliniken für die Region. "Und während der Bauzeit, die die Versorgung nicht leichter gemacht hat, haben wir weiterhin stabile Zahlen", sagt Stolz zu OSTHESSEN|NEWS, "das zeigt zum einen die enorme Wichtigkeit der Klinik und zum anderen, dass trotz der Bauarbeiten weiterhin hervorragende Arbeit geleistet wird."

Ebenso wichtig wie das Wohl der Patienten sei jenes der inzwischen über 2.100 Mitarbeiter, die bei den Main-Kinzig-Kliniken angestellt sind. Stolz betonte, dass die großen Investitionen nicht nur die Versorgung der Patienten verbessere, sondern auch die Bedingungen der Fachkräfte. "Die Wege werden kürzer und effizienter. Zudem wird der Infektionsschutz erhöht", erklärt er und verliest ein paar Baustellen-Fakten: bis zu 70 Arbeiten, 11.500 Kubikmeter, also täglich 20 LKW voller Erde und tonnenweise Stahl.

Im September beginnt der Innenausbau, Ende des Jahres soll die Fassade des Gebäudes winterfest gemacht werden. Wenn alles nach Plan läuft, und danach sieht es nach Aussage des Landrates derzeit aus, beginnt in etwas mehr als einem Jahr - im September 2019 - der Einzug auf die neuen Stationen und die Notaufnahme. (Julius Böhm) +++