Vom 12. bis 25. August 2018

40 Freiwillige im Einsatz für mehr Artenvielfalt - Erhalt des Ökosystems

Gehölzentnahme in der Rhön
Foto: Peter Naumann

10.08.2018 / OBERELSBACH - Vom 12. bis 25. August 2018 ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön im Einsatz. In dieser Zeit werden fast 40 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter in der ersten Einsatzwoche auch geflüchtete Menschen und in der zweiten Einsatzwoche auch Studierende von der Universität Würzburg, die ein Seminar zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung in Theorie und Praxis“ mit Schwerpunkt Kulturlandschaften belegt haben, verschiedene Arbeiten durchführen und das Ökosystem der Hochrhön näher kennenlernen. Ziele des Einsatzes sind, die konkrete Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung der Projektleiter Axel Jakob und Johannes Nies vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie des Gebietsbetreuers Torsten Kirchner von der WildlandStiftung Bayern werden die Freiwilligen in der ersten Einsatzwoche eine von Ziegen gepflegte Weide nachbearbeiten und dort geschälte Gehölze zur Offenhaltung wertvoller Freilandbiotope entfernen. In der zweiten Woche wird ein nährstoffarmer, artenreicher Borstgrasrasen gepflegt. Neben der praktischen Arbeit ist in dieser Woche auch ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen ökologischen Aspekte der Hochrhön und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwoche ist es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln. Gebietsbetreuer Torsten Kirchner dazu: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben in der Einsatzwoche die faszinierende Landschaft der Hochrhön mitsamt ihren unterschiedlichen Funktionen hautnah und leisten einen persönlichen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems.“ Axel Jakob vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Indem sich die Freiwilligen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus der Projektwoche bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Damit beteiligen sie sich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg führt allein in Deutschland jedes Jahr Einsatzwochen mit über 2.000 Teilnehmenden durch. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt, 15 davon im Rahmen der Bergwaldprojekt-Waldschule für die biologische Vielfalt.
  
Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. (pm)+++