SV Großenlüder - Spvgg. Hosenfeld 0:2 (0:1)
Zwei Verletzte, zwei Gegentore: Teutonia unterliegt Hosenfeld
Die Spvgg. Hosenfeld sicherte sich den Derby-Sieg
Fotos: Carina Jirsch
06.08.2018 / GROßENLÜDER -
Mit 2:0 (1:0) gewann die Spvgg. Hosenfeld am Sonntagnachmittag das Derby gegen Teutonia Großenlüder. Während die Spvgg. zwei Tore bejubeln durfte, musste die Teutonia bereits in der ersten Hälfte zwei Mal verletzungbedingt auswechseln. Während Sascha Hasenauer bereits in der 13. Spielminute vom Feld musste, war für Teutonen-Kapitän Christopher Ripka nach 25 Minuten das Derby beendet.
„Mit Christopher und Sascha haben wir früh zwei wichtige Stützen verloren“, bedauerte Großenlüders Trainer Frank Atzler, lobte aber die Einstellung seiner Mannschaft, „wir haben es dennoch probiert. Kämpferisch und läuferisch haben sie alles abgerufen. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen.“
Dass der Trainer der Spvgg. seinen Fokus in der Vorbereitung auf die Defensive gelegt hatte, demonstrierte der Gast auch. Nur zwei Mal wurde es brenzlig vor dem Tor von Hosenfelds Torwart Christoph Grösch. Zunächst geriet Niklas Weses Kopfball zu zentral (10.) und Fabian Lehmanns Schuss ging am langen Eck vorbei (79.). Über die Defensivleistung seiner Mannschaft zeigte sich auch Hosenfelds Trainer Rodoljub Gajic mehr als zufrieden: „Momentan greifen die Mechanismen sehr gut.“
Aber auch die Chancen auf der Seite der Gäste waren rar. „Ich habe auf beiden Seiten wenige Torchancen gesehen“, reflektierte Frank Atzler. Der Unterschied der beiden Mannschaften: Hosenfeld machte seine Chancen rein. Nach einer Ecke von Marc Wettels vollendete Loic Djounang (45.) und Neuzugang Salomon Haile Negussie netzte in der 72. Spielminute zum 2:0-Endstand ein.
„Der Gegner hätte sich auf Grund der zweiten Hälfte nicht beschweren können, wenn wir höher gewonnen hätten“, kommentierte Rodoljub Gajic das Spiel. Doch die Teutonia aus Großenlüder stellte die Offensive der Hosenfelder immer wieder vor ein großes Problem: die Abseitsfalle. „Es ist nicht das erste Mal, dass Mannschaften Probleme mit unseren Abseitsfallen haben“, so Atzler.
Rodoljub Gajic kommentierte die mehrfachen Abseitspositionen seiner wie folgt: „Besonders in den letzten 30 Minuten war unser Spiel 30 Meter vor dem Tor nicht gut. Wir haben es nicht geschafft, den Ball in die Schnittstellen zu spielen.“ Hinzu kam, dass Dimitri Bonny (78.) und Marc Wettels (67.) zwei dicke Chancen liegen ließen. „Das war clever gemacht, dennoch muss man ja nicht das Netz kaputt schießen“, kommentierte Gajic schmunzelnd.
Mit dem Endergebnis gaben sich beide Trainer am Ende dennoch zufrieden. „Irgendwo war es für Hosenfeld ein verdienter Sieg“, so Teutonen-Coach Atzler in alter Sportsmann-Manier und auch Rodoljub Gajic gab sich, trotz der ein oder anderen Kleinigkeiten, am Ende zufrieden: „Besonders in der zweiten Hälfte haben wir routiniert und sicher gespielt.“ Sicherster Spieler am Platz war Hosenfelds Roger Mouangue Mouangue. „In meinen Augen war er heute der ‚Man of the Match‘“, sagte sein Coach Gajic und auch bei Teutonen-Coach Frank Atzler erregte dessen Leistung Aufsehen: „Er konnte alle Bälle für sich behaupten.“ (Franziska Vogt)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
SV Großenlüder: Dennis Dietrich - Boris Nteugha (72. Niklas Haus), Jakob Schneider, Julian Schönherr, Sascha Hasenauer (12. Benjamin Niedling), Christopher Ripka (25. Philipp Mohr), Niklas Wese, Felix Schlitzer, Moritz Reith, Dominik Hohmann, Fabian Lehmann.
Spvgg. Hosenfeld: Christoph Grösch - Maximilian Braun, Andreas Gesang, Özgür Kutluay, Steffen Göhringer, Leonard Müller (64. Salomon Haile Negussie), Roger Mouangue Mouangue, Loic Djounang, Paul Mebouinz Bonny, Marc Wettels (76. Christian Lehmann), Andre Gajic.
Schiedsrichter: Kai Vonderschmidt (Mühlheim am Main).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Loic Djounang (45.), 0:2 Salomon Haile Negussie (72.). +++