SV Steinbach - SV Weidenhausen 3:2 (0:2)
Weidenhausen hat Gonnermann, Steinbach Michael Wiegand
Jubel beim SV Steinbach
Fotos: Bernd Vogt
04.08.2018 / BURGHAUN -
Mit einem „Nicker“ erlöste Michael Wiegand am Freitagabend ganz Steinbach. Den Verbandsliga-Kracher gegen den SV Adler Weidenhausen konnte der SVS mit 3:2 (0:2) für sich entscheiden - doch erst in Durchgang zwei. Denn dort investierten die Schützlinge von Petr Paliatka mehr und machte somit einen 0:2-Rückstand wett.
„Nach einer 2:0-Führung sahen wir für die meisten Anwesenden am Sportplatz schon wie der Sieger aus“, so Maikel Buchenau nach dem Gastspiel seiner Adler im Mühlengrund, „doch dann ist uns das Spiel entglitten.“ Nach einer Unachtsamkeit der Weidenhausener Abwehr startet der SV Steinbach seine Aufholjagd. Nach einer Vorlage von Petr Kvaca, der bereits wenige Minuten vorher das 1:2 auf dem Fuß hatte (65.), drosch Nikola „Emre“ Milankovic den Ball ins Netz (69.).
Zwei Standards aber sorgten für den Sieg des SV Steinbach. Zunächst traf Petr Kvaca nach einer Ecke von Marcel Ludwig (75.), ehe Michael Wiegand den ganzen Mühlengrund jubeln lies. Nikola Milenkovski trat den Freistoß in den Sechzehner und Wiegand nickte den Ball ins Tor (85.). „Ein 2:2 hätte ich heute sofort unterschrieben“, so Buchenau und auch Steinbachs Coach Petr Paliatka teilte die Ansicht mit dem Gästetrainer: „Eigentlich war es ein typisches Unentschieden.“
Nichtsdestotrotz kostete den SV Steinbach es viel Nerven und Energie gegen die geschwinden Adler aus Weidenhausen anzukommen. Nach bereits sieben Minuten zauberte Sören Gonnermann nach einer Vorlage von Tim Ullrich den Ball ins Steinbacher Tor (7.). Sein Bruder Tim erhöhte in der 31. Spielminute auf 2:0. „Wir haben zu viele lange Bälle geschlagen. Eigentlich sollten diese uns Sicherheit geben, um uns neu zu formieren. Doch es hat nicht geklappt“, reflektierte Buchenau. Geklappt hat allerdings die Reise der Adler-Fans nach Steinbach, die über 90 Minuten ihren Verein anfeuerten.
Anfeuern und Unterstützung forderte auch Petr Paliatka im Hinblick auf Steinbachs junge Neuzugänge Fabian Koch, der in der Startelf stand, und Jan Ullrich: „Die Jungs brauchen Eure Unterstützung, sie haben Lust und ziehen mit.“ Während es für Jan Ullrich nach seiner Einwechslung wie am Schnürchen lief, musste Fabian Koch wegen muskulären Problemen im Oberschenkel nach 26 Minuten ausgewechselt werden.
„Heute war nicht alles gold was glänzt, dennoch bin ich zufrieden“, so Palitaka über die Leistung seiner jungen Mannschaft, „die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. So kann es weitergehen.“ (fvo)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
SV Steinbach : Christian Beikirch - Lukas Gemming, Sebastian Bott, Petr Paliatka, Steffen Trabert, Michael Wiegand, Marcel Ludwig, Nikola Milenkovski, Fabian Koch (26. Patrick Faust), Mateo Duvnjak (66. Jan Ullrich), Petr Kvaca.
SV Adler Weidenhausen: Johannes Klotzsch - Thomas Hammer, Jannis Beng, Henrik Renke (89. Bjarne Pankow), Sören Gonnermann, Tim Gonnermann (72. Luis Göbel), Christian Steinmetz, Kilian Löffler, Tim Ullrich (79. Jan Gonnermann), Sören Pfliegner, Manuel Toro Moreno.
Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee).
Tore: 0:1 Sören Gonnermann (7.), 0:2 Tim Gonnermann (31.), 1:2 Nikola Milenkovski (68.), 2:2 Petr Kvaca (73.), 3:2 Michael Wiegand (84.). +++