SVN startet in die Saison
Neuhofs Devise vor dem Derby: zurück zu den Basics
Wer hat die Nase vorn? Der SV Neuhof und die SG Johannesberg (hier eine Szene aus dem Hinspiel der Vorsaison) tragen das erste osthessische Derby der Verbandsliga aus
Archivfotos: Carina Jirsch
03.08.2018 / NEUHOF -
Während die SG Johannesberg mit einer 0:2-Niederlage bei der TSG Sandershausen in die Verbandsliga-Saison gestartet ist, stehen die Uhren beim SV Neuhof noch auf Null. Neuhofs Trainer Alexander Bär freut sich, dass es auch für seine Mannschaft losgeht, blickt nach durchwachsender Vorbereitung aber auch etwas unsicher auf das anstehende Derby.
"Es wird heiß, nicht nur von den Temperaturen her", scherzt Alexander Bär vor der Partie gegen die SG Johannesberg. Das Verbandsliga-Derby verspricht ein hitztiges zu werden. Schon in der Vorsaison verteilten die Schiedsrichter drei Platzverweise in den beiden Aufeinandertreffen, alle übrigens für Spieler des SV Neuhof.
Mit der vergangenen Saison möchte sich Bär allerdings nicht mehr beschäftigen, vergleichen erst recht nicht. Zu schleppend lief die Vorbereitung seiner Mannschaft, urlaubsbedingt konnte er nie den ganzen Kader zum Training begrüßen. "Wir werden konditionelle Defizite haben, spielerische auch. Wir konnten uns nie richtig einspielen", klagt Bär, "wir müssen über die Spiele unseren Rhythmus finden". Für Sonntag erwartet er, dass seine Spieler Laufstärke und ein gutes Zweikampfverhalten an den Tag legen.
"Wir sind Underdog, das nehmen wir gerne an", sagt Bär, der in Johannesberg schon den fast turmhohen Favoriten für die Partie sieht. "Dass die verloren haben, sehe ich nicht als Nachteil", entgegnet Neuhofs Trainer, "Johannesberg ist personell besser aufgestellt als wir". Trotz des spielfreien Sonntags sahen die Neuhofer die 0:2-Niederlage der SGJ in Sandershausen nicht. "Das ist auch nicht nötig. Wir wissen, wer da spielt und wie der Trainer tickt", bemerkt Bär.
Verzichten muss Alexander Bär einzig auf Antonio Antoniev, der aufgrund von Knieproblemen ausfällt. "Jetzt haben wir auch mal zwei, drei spielfähige Spieler auf der Bank", fügt Bär scherzhaft an. Denn im Pokalspiel beim Haimbacher SV musste Co-Trainer Vase Jovov von Beginn an spielen, der zweite "Co" Viktor Siemens kam nach einer knappen Stunde in die Partie und gegen Ende musste gar Alexander Bär noch die Schuhe schnüren. Das soll nun Vergangenheit sein, denn die Kali-Kicker freuen sich auf das Derby zuhause im Auftaktspiel. "Ich denke, dass einige Zuschauer kommen werden", prognostiziert Bär. Die Anstoßzeit könnte sich noch um eine Stunde von 17 auf 18 Uhr nach hinten verschieben. Denn heiß werden die Temperaturen auf alle Fälle. (tw) +++
Alexander Bär ist nach einer durchwachsenden Vorbereitung besorgt
Über Zweikämpfe und Laufbereitschaft will Neuhof in die Partie finden