Rommerz hat eine Weltmeisterin
Keglerin Amelie Achterling: vom Kaliberg an die Spitze der Welt
Fotos: Tobias Herrling
31.07.2018 / NEUHOF -
Rund 1.700 Einwohner zählt das Örtchen Rommerz. Doch der Neuhofer Ortsteil, am Fuß des Monte Kali gelegen, hat eine kleine Berühmtheit im Ort: Amelie Achterling. Die 14-jährige Sportkeglerin kehrte von den Weltmeisterschaften im niederländischen Eygelshoven als Titelträgerin im Mixed zurück und feierte ihren größten Erfolg.
"So richtig habe ich es noch nicht realisiert", sagt Amelie Achterling, als ON|Sport der frischgebackenen Weltmeisterin einen Besuch in ihrem Heimatdorf abstattet. In drei Disziplinen räumte die Schülerin bei den Titelkämpfen in der Altersklasse U18 ab. Mit Michelle Welland (Gütersloh) holte Achterling im "Team-Doppel-Paarkampf" und im "Paarkampf" die Silbermedaille, die Krönung gelang der Rommerzerin im "Mixed". Mit Lars Kirschbaum (Rösrath) verwies Achterling die Konkurrenz auf die Plätze und krönte sich zur Weltmeisterin.
"Wir sind natürlich wahnsinnig stolz auf Amelie und hoffen, dass ihr Erfolg Nachwuchs für das Kegeln begeistert", sagt Edmund Schad vom Stammverein Königsblau Rommerz, der zusammen mit dem WS 9 Neuhof die KSG Neuhof bildet. Erst in der Nacht zum Sonntag kamen Michael und Amelie Achterling aus den Niederlanden zurück - und der Verein hatte schon eine Überraschung vorbereitet. An ihrer Haustüre wurden Tochter und Vater von Deutschlandfahnen und einem Weltmeisterin-Schild überrascht. Überraschung - so ließe sich auch Achterlings Erfolg überschreiben.
Weil Amelie erst seit ein paar Monaten mit den größeren Kugeln kegelt, sei der Erfolg aus einem weiteren Grund überraschend gewesen. "Sie hat ja auch noch gegen ältere, erfahrenere und körperlich weitere Spieler gekegelt", betont Vater Michael. Neben den Brasilianern sei vor allem die eigene Konkurrenz aus dem deutschen Lager die größte gewesen. "Das ist beim Kegeln eigentlich immer so", erklärt Vater Michael.