Nach verpasster Relegation
Auf Enttäuschung soll Aufbruch folgen: Lehnerz leckt seine Wunden
Foto: Christian P. Stadtfeld
29.05.2018 / FULDA -
Der Stachel sitzt noch tief bei Spielern und Verantwortlichen des TSV Lehnerz. Auch zwei Tage nach dem 3:3 gegen den FSC Lohfelden und dem Abrutschen auf Rang drei steht weiterhin die Frage über allem, wie sieben Punkte Vorsprung und drei Matchbälle verspielt werden konnten. Nun soll unter neuem Konstrukt der SG Barockstadt Fulda Lehnerz und mit dem neuen Trainer Alfred Kaminski ein Cut gemacht werden, um in der nächsten Saison wieder anzugreifen.
Nichtsdestotrotz sind auch die Geschehnisse von Samstag noch nicht verarbeitet. Das 3:3 gegen Lohfelden war der insgesamt dritte Matchball, den der TSV Lehnerz nicht nutzte. So mussten Spieler und Verantwortliche mitansehen, wie Bayern Alzenau auf der Zielgeraden noch zum Überholmanöver ansetzte und sich mit sechs Punkten und 15:0 Toren gegen die osthessischen Teams Steinbach und Flieden noch Platz zwei sicherte. "Die Enttäuschung überwiegt immer noch, aber wir haben uns das selber zuzuschreiben", so Geisendörfer. Denn: vor dem Spiel gegen Watzenborn-Steinberg standen sieben Punkte Vorsprung und ein Torverhältnis von plus neun gegenüber Alzenau zu Buche.
Aus diesen Planungen gestrichen werden müssen die Einnahmen aus den Relegationsspielen. Denn neben dem sportlich äußerst attraktiven Heimspiel gegen den FK Pirmasens muss sich Lehnerz auch von nicht unwesentlichen Summen aus Eintritt und Verkäufen verbschieden. "Finanziell ist das schmerzlich, auch wenn man immer die Ausgaben gegenhalten muss. Trotzdem fehlen uns diese Einnahmen jetzt im Etat", trauert Geisendörfer dem finanziellen Verlust hinterher. Zur Erinnerung: über 4.000 Zuschauer sahen im Mai 2015 das Heimspiel in der Relegation gegen den SC Hauenstein.