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Erst die Pflicht, dann das Hoffen

Hünfelder SV und das Warten auf Sonntag

Hünfelds Trainer Dominik Weber kann gegen den TSV Mengsberg aus dem Vollen schöpfen
Archivbild

12.05.2018 / FUSSBALL - Der Hünfelder SV kann schon an diesem Wochenende die Meisterschaft der Verbandsliga Nord unter Dach und Fach bringen. Dafür benötigt der HSV am Samstag (18 Uhr) einen Sieg gegen den abgeschlagenen Letzten TSV Mengsberg und muss dann hoffen, dass der TSV Lehnerz II am Sonntag Punkte beim SSV Sand abgibt. Hünfeld nimmt dafür auch die Couch-Meisterschaft in Kauf.



"Wir haben lieber eine Couch-Meisterschaft, als gar keine Meisterschaft", lässt sich Abteilungsleiter Mario Rohde das Erreichte nicht klein reden, "klar ist es anders emotionaler, aber wir nehmen es so, wie es kommt. Die Feierlichkeiten werden kein Deut schlechter". Bevor die Korken allerdings knallen dürfen, muss der HSV vorher die Pflicht erfüllen, und die heißt TSV Mengsberg. Der Tabellenletzte ist bereits seit Wochen abgestiegen und hat bislang magere sieben Pünktchen gesammelt. Auf dem Papier also eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer.

"Es sollte ja immer deutlich sein, wenn der Erste auf den Letzten trifft", so Rohde, der dem Gegner aber auch den nötigen Respekt zollt: "Auch das Spiel muss erst gespielt werden, es geht bei Null los". Bereits das Hinspiel war eine klare Angelegenheit, da siegte der HSV auswärts 5:0. 

Tritt der äußerst realistische Fall ein, dass der Hünfelder SV am Samstagabend den 20. Saisonsieg feiert, richten sich die Blicke aller Hünfelder nach Sand, wo der TSV Lehnerz II gefordert ist und den Relegationsrang verteidigen will. Sollte der TSV gegen den Vierten, für die es die letzte Chance auf den zweiten Platz ist, kein Sieg erreichen, kann der HSV mit der Meisterfeier beginnen. "Dann werden wir Sonntag bestimmt mal auf den Ticker schauen", so Rohde.

Personell kann Trainer Dominik Weber aud dem Vollen schöpfen. Einzig der Langzeitverletzte Niklas Wahl fehlt den Hünfeldern gegen Mengsberg. (tw) +++

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