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Verzerrtes Bild in der Verbandsliga

Oster-Spieltage sollen Tabelle zurechtrücken

Johannesbergs Sven Wiesner (r.) im Duell mit Sands Pascal Itter (l.)
Archivbild: Jonas Wenzel

30.03.2018 / FUSSBALL - Wie heißt es so schön: Spieltag ist Feiertag. Und dieser besagte Spieltag am Feiertag jährt sich alle Jahre wieder an Ostern, wenn in den Amateur-Ligen die abgesagten Spiele nachgeholt werden. Auch in der Verbandsliga gab es wieder einige an der Zahl. Dementsprechend verzerrt ist das Tabellenbild. Wer wo steht, weiß niemand so richtig. Nach dem Osterwochenende soll dies aber anders aussehen.



Eine Mannschaft, die sich mit einem Sieg am Ostermontag (15 Uhr) aus dem Tabellenkeller katapultieren könnte, ist der SV Neuhof. Den Grundstein legte die Mannschaft um Spielertrainer Radek Görner bereits am Mittwochabend. Gegen den SV Adler Weidenhausen gewann die SVN-Elf mit 3:2. Mit Kaufungen reist nun ein Aufsteiger in die Kali-Gemeinde, der mit 29 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz liegt.

"Wir haben im Hinspiel unglücklich in Kaufungen verloren. Dass soll uns, wenn möglich, zu Hause nicht passieren", so Neuhofs Abteilungsleiter Alexander Bär. Mit einem Sieg über die Nordhessen würde der SV Neuhof sich bis auf einen Punkt an den Gegner heranschleichen und hätte somit die "rote Zone" aufs erste verlassen. Doch einen Blick auf die Tabelle wollen die Neuhofer vermeiden: "Wir haben am Mittwoch einen super Grundstein gelegt. Die Tabelle ist nicht wichtig", so Bär ausdrücklich.

Angewiesen sind die Neuhofer hierbei auf die Schützenhilfe ihrer osthessischen Konkurrenten. Denn der SV Willingen, der ebenfalls 25 Punkte aufzuweisen hat, empfängt am Samstag (15 Uhr) Tabellenführer Hünfeld und am Montag die Reserve des TSV Lehnerz. Für den Hünfelder SV ist das Auswärtsspiel bei den Upländern der Auftakt zweier schwerer Auswärtsspiele. "Uns ist die schwere dieser Aufgaben bewusst", so Hünfelds Trainer Dominik Weber. Für ihn und seine Mannschaft geht es am Ostermontag dann zum SV Eschwege.

Doch zunächst liegt das Augenmerk auf Willingen, das erst am vergangenen Wochenende die SG Johannesberg mit 3:1 schlugen. "Wir werden in Willingen auf Grund der langen Anreise bestimmt eine gewisse Anlaufphase brauchen und natürlich ist Willingen, mit Blick auf seine Tabellensituation, bestrebt, alles in das Spiel zu legen", so Weber, dessen Mannschaft mit einem Sieg an beiden Spieltagen bereits 56 Punkte verbuchen und somit eine kleine Vorentscheidung auf die Meisterschaft herbeiführen könnte.

Doch während die Meisterschaft dem HSV fast nicht mehr wegzunehmen ist, sind sich die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis fünf noch nicht so ganz einig. Dementsprechend spannend wird es auch hier am Osterwochenende. Denn Aufsteiger Johannesberg, der immer noch auf dem zweiten Platz liegt, empfängt am Karsamstag (15:30 Uhr) Weidenhausen und gastiert am Ostermontag (15 Uhr) beim SSV Sand. Zwei harte Nüsse und die direkt nach der bitteren Niederlage gegen Willingen. "Irgendwann müssen wir die Spiele spielen", so Johannesbergs Trainer Jochen Maikranz, der von seiner Mannschaft fordert, ein anderes Gesicht zu zeigen, "wir müssen es hinbekommen eine Formation zu schaffen, die physisch sowie taktisch in einer Mannschaft funktioniert."

Gegen die beiden offensivstarken Mannschaften will Johannesberg nach der langen und schwierigen Vorbereitung endlich wieder zeigen, was sie können, "dafür müssen wir allerdings die Räume in beide Richtungen schließen. Hinzu kommt, dass wir, wenn wir in Ballbesitz sind, mehr Sicherheit ausstrahlen müssen", erklärt der SGJ-Trainer, der wieder zahlreiche Abmeldungen zu beklagen hat. Während Ilker Dapa und Benjamin Mwanza verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen, verweilen Julian Keller, Lukas Wagner und Osman Özklük im Urlaub. Ebenso stehen Maikranz Witali Bese (krank) und Yannick Kretsch (beruflich verhindert) nicht zur Verfügung. "Osman kehrt Samstagmorgen aus dem Urlaub zurück und ich hoffe, dass es für die Bank reicht", erklärt Maikranz. (fvo) +++

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