Spitzenreiter zu Gast in Hünfeld

Georg Müller freut sich auf Leckerbissen und außergewöhnliche Spieler

Auf Julien Sandrock und den Hünfelder SV wartet mit Tabellenführer Dutenhofen/Münchholzhausen II eine ganz harte Aufgabe
Archivfoto: Jonas Wenzel

08.03.2018 / HANDBALL - Sportliche Welten treffen am Samstag (18:30 Uhr) in der Hünfelder Kreissporthalle aufeinander. Auf der einen Seite Aufsteiger Hünfeld, der mit einem Sieg abgeschlagen am Tabellenende liegt. Auf der anderen Seite Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, in dessen Kader zwei Jugendnationalspieler stehen und die in Hünfeld auflaufen könnten.


"Wir freuen uns auf das Spiel und die Zuschauer können sich auf einen echten Leckerbissen und außergewöhnliche Spieler freuen", sagt HSV-Trainer Georg Müller vor dem Duell mit der Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar. Mit Torwart Till Klimpke und Rückraumspieler Hendrik Schreiber hat die HSG zwei aktuelle Juniorennationalspieler in ihren Reihen. Klimpke kam in der laufenden Runde elfmal in der höchsten Liga zum Einsatz und soll in der nächsten Saison die feste Nummer zwei der Wetzlarer werden.

Für Müller ist klar, dass die beste Mannschaft der Liga in der Haunestadt auflaufen wird. "Sie haben eine Mannschaft, die individuell überragend besetzt ist und über hervorragend ausgebildete junge Spieler verfügt", gerät Müller beinahe ins Schwärmen, wenn er über Wetzlars U23 spricht. Mit Außenspieler Timo Ludwig spiele zudem ein "sehr eleganter und technisch versierter Spieler" in den Reihen der Bundesliga-Reserve.

Abstieg rückt näher

Auf den Aufsteiger wartet also eine Mammutaufgabe. "Wir wollen uns natürlich so gut wie möglich verkaufen", sagt Müller. Hünfelds Trainer plagte sich unter der Woche mit einer hartnäckigen Erkältung herum, ob Müller am Samstag Kommandos von der Seitenlinie geben kann, stehe noch nicht fest. Auch gegen Wetzlars U23 werde wohl - wie zuletzt in Umstadt - ein ausgedünnter HSV-Kader antreten.

Immerhin werde Spielmacher Felix Kircher wieder mit von der Partie sein. "Bei ihm muss man aber Abstriche machen, da er aus beruflichen Gründen zuletzt kaum trainiert hat", sagt Müller. Unterdessen rückt für den Aufsteiger der Abstieg immer näher. 14 Punkte beträgt der Rückstand auf den Zehnten Umstadt. Sollten am Ende der Runde vier Mannschaften die Liga nach unten verlassen - wonach es derzeit aufgrund der Platzierung der Drittligisten Bruchköbel und Gelnhausen aussieht - wäre Platz zehn mit einer Niederlage am Samstag nicht mehr zu erreichen.

Steigen lediglich drei - oder im besten Fall nur zwei - ab, verschiebt sich der rechnerische Abstieg noch um drei Wochen. "Für uns spielt das alles keine Rolle", beschäftigt sich Trainer Müller nicht mit solchen Szenarien, "wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen sehen, dass wir aus unseren Mitteln und Möglichkeiten das Beste machen." Das gilt auch für das Spiel gegen den Tabellenführer. Ein Spiel, auf das sich Spieler und Zuschauer gleichermaßen freuen dürfen. (the) +++

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