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Vor Heimspiel gegen Ederbergland

Fliedens Neuzugang Marc Röhrig: Neue Crew für Käpt’n Balu

Könnte am Samstag in der Hessenliga debütieren: Fliedens Neuzugang Marc Röhrig.
Fotos: Jonas Wenzel

07.03.2018 / FUSSBALL - Vielleicht bleibt Marc Röhrig der kommende Samstag in besonderer Erinnerung. Nach seinem Wechsel aus Rothemann nach Flieden steht Röhrig vor seinem ersten Spiel in der Hessenliga. Seine Buchonen empfangen den FC Ederbergland (Samstag, 15 Uhr) und der 24-Jährige könnte seine Premiere in Hessens höchster Liga feiern - und nicht nur das.



Denn Marc Röhrig wird am Samstag 25 Jahre jung. Was passieren würde, würde er bei einem möglichen Debüt das entscheidende Tor schießen? „Das gäbe eine lange Nacht im Sportheim“, sagt Röhrig lachend. Es wäre ein Szenario, das irgendwie in die Karriere Marc Röhrigs passen würde. Schon einmal machte er mit einer Geschichte, wie sie vielleicht nur der Fußball schreibt, auf sich aufmerksam.

In Bronnzell, als er noch Rothemanns Trikot trug, markierte er einst drei Tore – und verletzte sich anschließend am Knie. Monate später feierte er sein Comeback – in Bronnzell. Und wieder glänzte der 24-Jährige als Torschütze. Bis zum Winter folgten zehn weitere Treffer für seinen TSV. Nun geht Röhrig im Königreich auf Torejagd.

Nach längerem Hickhack um die Ablösesumme einigten sich beide Klubs und ersparten Röhrig einige Monate ohne Spiel. „Ich bin einfach froh, dass es so gekommen ist und ich spielen kann“, sagt Röhrig im Gespräch mit ON|Sport. Denn die Offensivkraft ist seit Ende Januar offiziell spielberechtigt und könnte am Samstag ihr Pflichtspiel-Debüt für den Aufsteiger geben.

„Ich hoffe natürlich, dass ich zum Einsatz komme“, sagt Röhrig. Der ehemalige Kapitän von Rothemann fühlt sich in Flieden angekommen und gut aufgenommen. „Mir wurde es wirklich sehr einfach gemacht. Aber ich kenne ja einige Spieler sehr gut“, sagt Röhrig. Allen voran Christian Bohl, mit dem Röhrig in Rothemann ein kongeniales Duo bildete. Ein Duo, das nach Bohls Wechsel im Sommer nun wieder vereint ist.

Der pfeilschnelle Angreifer ging ein halbes Jahr früher den gleichen Weg wie nun Röhrig und kam in 19 der 21 Spiele zum Einsatz. „Er hat bewiesen, dass man den Sprung aus der Gruppen- in die Hessenliga packen kann“, freut sich Röhrig, der nun selbst ähnliches anpeilt und sich bei den Buchonen durchsetzen will. Bei dem Klub, bei dem Röhrig schon länger hätte spielen können.

Dreimal blitzte Fliedens Trainer Meik Voll schon bei Röhrig ab, ehe sich der Stürmer doch für einen Wechsel entschloss. „Das war auch einer der ausschlaggebenden Punkte. Ich weiß nicht, ob sie noch einmal angefragt hätten“, erklärt Röhrig. Dass er nach seinem Studium nun wieder in der Heimat wohnt, habe eine weitere Rolle gespielt.

„Ich kann jetzt regelmäßig ins Training gehen und habe fast alle Einheiten mitnehmen können. Anders hat man in der Hessenliga keine Chance“, sagt Röhrig, der auch abseits des Platzes einen hohen Aufwand betreibt. Denn in Hildesheim macht er derzeit seinen Techniker. Die Strecke von Fulda nach Niedersachsen pendelt er zweimal täglich mit dem Zug.

Ein Aufwand, mit dem sich Röhrig, der seit 2015 46 Tore in der Gruppenliga markierte, in der Hessenliga durchsetzen will. „Ich muss mich natürlich an das Tempo gewöhnen und erst einfinden. Das braucht Zeit, aber die bekomme ich auch“, sagt Röhrig, der von Trainer Meik Voll in der Vorbereitung auch der „Sechs“ und der „Zehn“ im Mittelfeld getestet wurde.

„Ich möchte so viel Einsätze wie möglich bekommen und meine Art zu spielen auch in Flieden zeigen“, sagt Röhrig, der in Rothemann - in Anlehnung an die Comicfigur - als Kapitän nur „Balu“ gerufen wurde. In Flieden hat „Balu“ nun ein neues Kapitel aufgeschlagen. Es beginnt mit einem Heimspiel gegen Kellerkind Ederbergland – und könnte Marc Röhrig in besonderer Erinnerung bleiben. (Tobias Herrling) +++

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