Martin Angelstein als Talkgast

Wie gefährlich sind "Fake News"?: CDU-Neujahrsempfang im Antonius Café


Fotos: Martin Engel

25.01.2018 / FULDA - Der Schatten des 19. Februar, an dem der Parteitag der Fuldaer CDU stattfinden wird, lag über dem traditionellen Neujahrsempfang der hiesigen Union. Denn: Dann entscheiden die Christdemokraten, welcher Kandidat Dr. Walter Arnold im hessischen Landtag beerben soll und wen sie für die Wahl am 28. Oktober ins Rennen schicken. Alle vier Kandidaten stellten sich den rund 150 Gästen im Antonius Café vor.



Im zweiten Teil des Abends sprach OSTHESSEN|NEWS-Gründer und Chef Martin Angelstein über „Fake News und die Macht der sozialen Medien“. Christoph Burkard, Geschäftsführer von „Region Fulda“, moderierte das Gespräch. Die Quintessenz des Vortrags: „Informieren Sie sich über mehrere Quellen, um sich eine eigene Meinung zu bilden und so Fake News erst gar nicht zum Opfer fallen zu können.“ Im O|N-Videobeitrag sehen Sie Interviews mit den Beteiligten.

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner, der zugleich Vorsitzender im Fuldaer Stadtverband der CDU ist, sprach zu Beginn von einerm durchwachsenen Wahlergebnis bei der Bundestagswahl. „Ich sehe die Regierungsbildung nach dem SPD-Parteitag noch lange nicht in trockenen Tüchern“, so Wehner, „und für uns vor Ort stellt sich die Frage, wie sich die Hessen-CDU für die Landtagswahl aufstellen wird.“

Um den Fuldaer CDU-Delegierten diese Frage etwas zu erleichtern, stellten sich die vier Kandidaten, die für den Wahlkreis 14 von der CDU ins Rennen geschickt werden wollen, vor:

Benjamin Tschesnok (33) aus Hünfeld ist Rechtsanwalt und "sehr mit der Region verwurzelt", wie er selbst sagt. "Wir sind in Osthessen hervorragend aufgestellt - das beweisen alle Fakten und Zahlen. Dennoch möchte ich versuchen, mit den Menschen in Kontakt zu treten, denn wir als Union müssen in Zukunft erfolgreicher werden." Die Stärkung des Ehrenamts und der Familie hat sich der 33-Jährige auf die Fahnen geschrieben. "Ich möchte das dreigliedrige Schulsystem beibehalten und nicht solch einen Einheitsbrei, wie ihn die Sozis wollen", ergänzt er, "und natürlich eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitk ohne neue Schulden."

Ingrid Manns (34) aus dem Hünfelder Ortsteil Großenbach ist Kreisvorsitzende der Frauenunion und sieht sich selbst in der Finanz- und Wirtschaftspolitik zu Hause. "Vom Kuchen des Landes möchte ich ein großes Stück in die Region holen. Ich bin die einzige Kandidatin, die aus ihrem Berufsleben bereits ein Netzwerk in Wiesbaden mitbringt", so die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie will Förder- und Investitionsmittel für Osthessen generieren, um die Infrastruktur auf den neusten Stand zu bringen. "Dazu gehört auch der Breitbandausbau - denn Digitalisierung ist die Chance für den ländlichen Raum", ist sie sich sicher.

Thomas Hering (46) aus Fulda-Maberzell bezeichnet sich selbst werder als "fertigen" noch als Berufspolitiker. "Ich habe in vielen Gesprächen in den letzten Wochen versucht, die Stimmung in der Region aufzunehmen", so der Polizist. Innere Sicherheit steht ganz oben auf seiner Themenliste: "Ich möchte gegen die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger etwas tun und neue Möglichkeiten bieten." In seiner Arbeit bei der Polizei aber auch zuvor im Priesterseminar habe er die Kommunkation und Zusammenarbeit mit Menschen erlernt - "manchmal auch in Ausnahmesituationen."

Johannes Rothmund (43) aus Hofbieber arbeitet seit mehr als 15 Jahren als Anwalt und ist bereits seit Jahren als Kommunalpolitiker aktiv. Politik sei sein liebstes Hobby. "Meine Tochter antwortete auf die Frage, warum Papa kandidiert: 'Weil er Bock dazu hat'", erzählte Rothmund und sorgte für einige Lacher. Als Anwalt für Insolvenzrecht kenne er die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen sehr gut. "Und diese vielen Köpfe sind das große Plus dieser Region. Wir sind von keinem Großkonzern abhängig", so der 43-Jährige. Er sieht seine Zukunft im Landtag in der Finanzpolitk und versprach, sich mit aller Leidenschaft einem Mandat widmen zu wollen.

Beim Nominierungsparteitag der CDU am 19. Februar fällt schlussendlich die Entscheidung, wer in die Fußstapfen von Dr. Walter Arnold treten soll. Nach dem offiziellen Teil folgte noch ein gemütlicher Austausch unter den Gästen - auch über das Thema "Fake News". (Julius Böhm)

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