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Trotz Pleite gegen Wehens Nachwuchs

Schlüchterner Löwen dominieren Dreikönigsturnier - Spannendes Bruder-Duell

Die beiden besten Mannschaften: die Schlüchterner Löwen (in rot) und Wehens U17 (in weiß).
Fotos: Dietmar Kelkel

07.01.2018 / FUTSAL - Die Schlüchterner Löwen, Futsal-Verbandsliga-Spitzenreiter, haben das Dreikönigsturnier des FV Steinau mit vier Siegen und einer Niederlage vor der U17 des SV Wehen und dem Gastgeber gewonnen. Zwar kassierten die Löwen im letzten Spiel des Abends eine deftige 1:6-Niederlage gegen Wehen, doch es reichte trotzdem, nachdem die Wiesbadener gegen Steinau und Marborn nur Unentschieden spielten.



Eine besondere Spannung bekam das traditionelle Hallenturnier durch das Bruder-Duell auf der Trainerbank. Während Damir Agovic die Wehener U17 seit Jahren trainiert, kümmert sich sein Brüder Almin um die neugegründete Futsal-Abteilung des FSV Schlüchterner Löwen. „Wir haben gegen Wehen hervorragend angefangen, haben uns taktisch in den Gegner eingearbeitet und hatten die Partie völlig im Griff. Aber in der Abwehr waren wir zu fahrlässig und kassierten ein Kontertor nach dem anderen“, ärgerte sich Almin Agovic.

„Da hat man die Handschrift von Damir gespürt. Das war Tempo- und Kombinationsfußball vom Feinsten“, lobte er den erfolgreichen Bruder, dessen U17 Tabellenführer in der Hessenliga ist. „Es ist immer schön, in seine Heimat zurückzukommen“, sagte der gebürtige Steinauer. „Die Gegner waren heute richtig stark und haben uns alles abverlangt. Meine Jungs haben aber durch das unnötige 2:2-Unentschieden gegen Marborn den Turniersieg verspielt.“

Da zauberte nicht nur Eren Aygül auf Marborner Seite mit zwei blitzsauberen Toren. Sieben Sekunden vor dem Abpfiff zeigten die Agovic-Jungs Nerven und verschossen einen Strafstoß. Zufrieden war hingegen der Steinauer Coach Christoph Müller über den Turnierverlauf. „Die Löwen waren technisch brillant, Wehen absolvierte die besten Laufwege und selbst Sterbfritz/Sannerz hat trotz der fünf Niederlagen richtig gut mitgehalten“, meinte der Steinauer Torjäger.

Die Schiedsrichter Jeffrey Euchler (Herolz) und Olivia und Bernhard Depta (beide Huttengrund) leiteten die fairen Partien souverän. „Futsal in der Halle zu spielen, war der richtige Weg. Wenn es nicht so gekommen wäre, hätten wir mit Austausch-Schiedsrichtern arbeiten müssen, wie es die anderen Kreise tun“, betonte Schiedsrichter-Obmann Bernhard Depta. Seine Tochter wolle nach ihrer Masterarbeit wieder angreifen. „Sie assistiert in der Frauen-Bundesliga und leitet Spiele der Gruppenliga Männer.“ (Dietmar Kelkel)

Endtabelle

1. Schlüchterner Löwen 7:6 12
2. SV Wehen-Wiesbaden U17 16:6 11
3. FV Steinau 8:6 8
4. SG Kressenbach/Ulmbach 9:6 7
5. SG Marborn 5:8 4
6. SG Sterbfritz/Ulmbach 5:18 0 +++

Das Bruder-Duell beim Dreikönigsturnier entschied Almin Agovic (links) gegen Damir (rechts) für sich.

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