Belästigung am Weihnachtsmarkt
Epp-Naliwaiko: "Taubenproblem der Stadt braucht professionelles Management"
Fotos: Marius Auth
13.12.2017 / FULDA -
Gerade in der Weihnachtszeit werden Tauben in der Innenstadt an den Ständen des Weihnachtsmarktes fündig, Passanten klagen über zudringliche Tiere. Dabei wäre ein professionelles Taubenmanagement für die Stadt Fulda so einfach, meint Alja Epp-Naliwaiko.
In der Innenstadt Fuldas müssten vielmehr die Nistmöglichkeiten radikal beschränkt werden, um die Taubenpopulation einzudämmen: "Wir müssen darauf drängen, dass die Menschen in der Stadt ihre Dächer dichtmachen. Das Brüten in Dächern muss erschwert werden. Ein loser Ziegel oder ein gekipptes Dachfenster reichen leider schon aus. Dafür brauchen wir zwei Schläge in der Innenstadt. Am Bahnhofsplatz und am Universitätsplatz würde sich anbieten. Im Dach der Adolf-von-Dalberg-Schule könnten zwei Ziegel für ein Einflugloch herausgenommen werden, ebenso könnten die Tauben kontrolliert gefüttert werden an einem Balkon des Centhofs", so Epp-Naliwaiko. Dieses Augsburger Modell des Taubenmanagements funktioniere in anderen deutschen Städten bereits gut und sorge dafür, dass weniger Menschen in der Innenstadt belästigt würden. Ein Taubenschlag mit Einflugbrettern und Zubehör koste zudem lediglich 2.000 Euro.
"Es müssten zentrale Futterstellen eingerichtet werden, daran gewöhnen sich die Tiere sehr schnell. Dadurch gibt es nicht etwa mehr Schädlinge als durch Futterhäuser. Zum Thema Parasiten: Jeder Hund, jede Katze bringt Flöhe nach Hause. Die Tiere im Taubenhaus wurden letztes Jahr untersucht: Dabei wurden keine Salmonellen gefunden, die Tauben in Fulda sind vielmehr sehr gesund. An den gleichmäßig gemaserten Schwingen lässt sich das ebenso erkennen. Jeder Wellensittich könnte ein größerer Gefahrenherd sein", so Epp-Naliwaiko. (Marius Auth) +++