HSV gastiert beim Tabellenvierten

Oberliga-Aufsteiger Hünfeld mit personellen Engpässen nach Pohlheim

Angespannter Blick: Hünfelds Trainer Georg Müller hat einige Ausfälle zu beklagen.
Archivfoto: Jonas Wenzel

07.12.2017 / HANDBALL - Eine Woche waren die Hünfelder Oberliga-Handballer zuletzt spielfrei, jetzt geht der Betrieb in Hessens höchster Liga weiter: Am Samstagabend (20 Uhr) müssen die Schützlinge von Trainer Georg Müller zur HSG Pohlheim reisen. Trotz Pause seien die Voraussetzungen nicht die besten, berichtet Trainer Müller vor dem Spiel.

Denn der Trainingsbetrieb habe sich zuletzt schwierig gestaltet. "Wir hatten viele Ausfälle und waren teilweise nur sieben Leute", sagt Müller, der stattdessen die Regeneration in den Vordergrund stellte. Auf seinen vollen Kader kann der HSV-Trainer in Pohlheim aber dennoch nicht zurückgreifen. Kevin Houston (Schulter) und Fabian Sauer (Bänderriss) werden defintiv fehlen, zuletzt verletzte sich auch noch Schlussmann Christian Krätzig am Sprunggelenk. Linksaußen Niklas Fischer wurde zuletzt am Zahn operiert, Einsatz offen.

"Unsere kleine Truppe wird also noch kleiner", meint Müller, der mit Niklas Kaub vermutlich einen Jungdspund mit nach Pohlheim nehmen wird. Dass dort die Trauben hoch hängen, weiß Hünfelds Trainer zu gut. "Eine gute Oberliga-Mannschaft, die seit Jahren in der Liga spielt", erwarte seine Aufsteiger. Die auf dem vierten Rang platzierte HSG stellt eine der besten Abwehrreihen und wartet im Angriff mit druckvollem Spiel auf. "Für heißt es, das Spiel breit zu machen und Lücken zu reißen", fordert Müller.

Unabhängig vom Ergebnis fordert Georg Müller aber einen couragierten Auftritt. "Wir wollen unser Spiel stetig verbessern und eine gute Leistung zeigen", legt Müller den Fokus auf die eigene Entwicklung statt auf Ergebnisse. Trotzdem sagt Hünfelds Trainer: "Oft kommt es bei solchen Ausgangslagen ja ganz anders als man denkt." Zuletzt legten die Oberliga-Aufsteiger einen Mannschaftsabend ein und gingen Kegeln. "Die Stimmung ist weiterhin super, das ist das Wichtigste", so Müller. Vielleicht gelingt dem Letzten beim Vierten ja aber dennoch eine Überraschung. (the) +++