Aufstockung von Mittelförderung zugesprochen

Bayern belohnt Rhön-Grabfeld für aktive Regionalentwicklung

von links: Landrat und 1. Vorsitzender der LAG, Thomas Habermann, Stv. Vorsitzende der LAG, Birgit Erb, Schatzmeister Georg Straub, LAG-Geschäftsführerin Christina Leutbecher, Vorstandsmitglied Karl Breitenbücher, LEADER-Koordinator Wolfgang Fuchs, Regionalmanagerin Ursula Schneider
Foto: Jörg Geier

07.12.2017 / NEUSTADT A.D. SAALE - LEADER ist im Landkreis Rhön-Grabfeld eine echte Erfolgsgeschichte. Mit Hilfe der EU-Förderung aus dem LEADER-Programm wurden in der aktuellen Förderperiode seit 2015 bereits so viele Projekte bewilligt, dass die Lokale Aktionsgruppe im Vergleich der bayerischen LEADER-Gruppen weit oben steht bei der Mittelbindung. Das hohe Engagement der Region und ihrer zahlreichen Akteure zahlt sich nun aus. Ab dem kommenden Jahr werden aus dem bayerischen Landeshaushalt für Rhön-Grabfeld weitere 300.000 Euro LEADER-Mittel zur Verfügung gestellt, so dass mit den bereits zugesagten 1,5 Millionen Euro bis Ende 2020 nunmehr 1,8 Millionen Euro bereit stehen.

Landrat Thomas Habermann freute sich auch als 1. Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe (LAG) Rhön-Grabfeld e. V., dass schon zur Halbzeitbilanz der Förderperiode die Arbeit der LAG messbare Früchte trägt. „Die Zusage von Herrn Staatsminister Brunner, uns als besonders aktive Region mit weiteren Fördermitteln auszustatten, bedeutet eine besondere Anerkennung für die hier geleistete Arbeit: Unsere Bürgerinnen und Bürger setzen bereits seit Jahren das LEADER-Programm erfolgreich um und stärken mit guten Projekten die Entwicklung unserer Heimat.“ Dies zeigen solche Vorhaben, wie das kürzlich gestartete LEADER-Projekt „Inklusion durch Sport in Strahlungen“ oder das neue „Apiairtherapiezentrum in Bad Königshofen“. LEADER-Koordinator Wolfgang Fuchs, zuständig für die Umsetzung von LEADER in ganz Unterfranken, bezeichnete diese beiden Projekte als besonders gelungene Beispiele für Bürgerengagement und lebendiges Vereinswesen. Engagierte Ehrenamtliche stellen neue Angebote auf die Beine, die dem Wohle aller Bevölkerungsgruppen dienen. Regionalmanagerin Ursula Schneider freute sich, dass nun weitere Projektträger in den Genuss der LEADER-Förderung kommen könnten, und ist schon gespannt auf neue Projektideen, die an sie herangetragen werden.

Der gesamte Vorstand der LAG Rhön-Grabfeld e.V. zeigte sich hocherfreut über die gute Nachricht aus München. Die sechs Vorstandsmitglieder riefen die Bevölkerung auf, weiterhin so engagiert wie bisher Projektideen einzubringen, damit die zugesagte Aufstockung in der verbleibenden Förderperiode für die Region genutzt werden kann. Die Bescheidübergabe, die dies bestätigt, findet für alle betroffenen LEADER-Regionen in Bayern am 18.12.2017 in München im Landwirtschaftsministerium statt. Insgesamt profitieren 31 von den 68 LEADER-Regionen Bayerns von der Mittelerhöhung.

LEADER ist ein EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raums. Mit LEADER (französisch „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“, also in etwa „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“) werden umfassende, innovative und partnerschaftliche Ansätze zur Stärkung und selbstbestimmten Entwicklung ländlicher Regionen gefördert. Projekte im Bereich Rhön-Grabfeld sind neben den genannten in Strahlungen und Bad Königshofen auch das „Fußballförderzentrum Rhön-Grabfeld in Großbardorf“, die Neugestaltung des Rhönmuseums in Fladungen und das Mountainbikekonzept Rhön und Vorland. Für die Umsetzung von LEADER mit den LEADER-Projekten ist die LAG Rhön-Grabfeld e. V. zuständig, für die direkte Abwicklung das Regionalmanagement und die LAG-Geschäftsführung. Anfragen und neue Projektideen nimmt gerne jederzeit Regionalmanagerin Ursula Schneider unter der Telefonnummer 09773/8999840 entgegen. +++