Kultur hat ihren Preis

„Moderat erhöht“: Festspielkarten kosten zwischen 29 und 78 Euro

Geändert haben sich die Ticketpreise in den Kategorien Parkett I, II und III.
Archivfoto: Stefanie Harth

22.11.2017 / BAD HERSFELD - Das Gros der Festspielbesucher muss künftig tiefer in die Tasche greifen, um Zeuge des kulturellen Spektakels in der Bad Hersfelder Stiftsruine sein zu dürfen. In der günstigsten Kategorie (Parkett IV) bleiben die Ticketpreise unverändert. Für Plätze im Parkett I, II und III müssen die Theaterfreunde fortan einige Euro mehr aufbringen. Die preiswerteste Karte schlägt mit 29 Euro, die teuerste mit 78 Euro zu Buche.



„Während zum Beispiel Tickets für Musicals in Hamburg oder Berlin bis zu weit über 100 Euro kosten, bekommt man für die Bad Hersfelder Festspiele Karten ohne Zusatzleistungen für die Musicals ‚Hair‘ und ‚Titanic‘ auch in Zukunft zu Preisen von 43 bis 78 Euro, an den Wochenenden und für Vorstellungen von Sonntag bis Donnerstag sogar schon für 43 bis 72 Euro“, heißt es in einer entsprechenden Pressemeldung.

Eine Korrektur des Preisgefüges sei längst überfällig gewesen, betont die kaufmännische Leiterin der Bad Hersfelder Festspiele, Andrea Jung. „Normalerweise verlangen Kultur-Einrichtungen eine Vorverkaufsgebühr von zehn Prozent, um ihre Vertriebskosten zu decken. Wir werden auch zukünftig keine Vorverkaufsgebühr erheben, sind jedoch gezwungen, einen Teil der Vertriebskosten sehr moderat auf die Ticketpreise umzulegen, damit wir in diesem Bereich annähernd kostendeckend arbeiten können.“ Die Summe der Vertriebskosten belaufe sich allein für die vergangene Spielzeit auf 400.000 Euro.“ (pm/sh) +++

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