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Europameister im ON|Sport-Interview

Mario Basler: „Ich bin nicht hier, um Bratwürste zu essen“

Mario Basler kommt am Samstag als Trainer von Rot-Weiss Frankfurt in den Steinbacher Mühlengrund
Archivbild: Bernd Vogt

10.11.2017 / FUSSBALL - Seit dem 12. Oktober 2017 ist der Ex-Bundesliga-Profi und Europameister von 1996 Mario Basler Trainer beim Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt. Seine bisherige Bilanz: vier Spiele, drei Niederlagen und ein Sieg. Für die Mannschaft des Pfälzers geht es am Samstag (14:30 Uhr) zu unserem osthessischen Sorgenkind, dem Sportverein Steinbach. Für beide Mannschaften ist es ein richtungweisendes Spiel. ON|Sport hat sich mit Basler kurz vor dem Spiel unterhalten.

ON|Sport: Guten Tag Herr Basler,

seit dem 12. Oktober sind Sie Trainer des Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt, was für ein Zwischenfazit ziehen Sie nach den ersten vier Wochen?

Mario Basler: Naja, da kann man ja noch kein Fazit ziehen. Wir arbeiten daran. Unser Ziel ist, bis zum 9. Dezember so viele Punkte wie möglich zu holen, um den Abstand zu den vorderen Plätzen zu verkürzen. Aber jetzt schon ein Fazit zu ziehen, ist viel zu früh.

ON|Sport: Wie bewerten Sie die ersten vier Ergebnisse seit ihrem Amtsantritt?

Mario Basler: Die waren natürlich durchschnittlich. Wir haben nur drei Punkte geholt und den einen oder anderen Punkt liegen lassen. Wir hätten sicherlich mehr Punkte holen können, aber die Situation hat sich nicht großartig verändert, eher indirekt ein bisschen verbessert, weil wir drei Punkte mehr auf dem Konto haben. Wir haben drei Punkte auf unsere Mitbewerber im Kampf um den Abstieg aufgeholt, aber auch zwei, drei Punkte mehr haben können. Die müssen wir eben jetzt holen.

ON|Sport: Aus zwei von diesen vier Spielen hätte man etwas Zählbares holen können, oder? (FC Ederbergland 0:1, SC Waldgirmes 0:1)

Mario Basler: Aus den Spielen gegen Ederbergland und Waldgirmes, die wir beide 0:1 verloren haben, hätten wir den einen oder anderen Punkt holen können.

ON|Sport: Ist das Spiel gegen den SV Steinbach ein Spiel aus der Kategorie „verlieren verboten“?

Mario Basler: Naja, das wäre natürlich schon wichtig, dass man jetzt am Wochenende nicht verliert. Wie gesagt, die Mannschaft hat im letzten Spiel gegen Dreieich eine super zweite Halbzeit gespielt, wenn wir daran anknüpfen könnten, bin ich davon überzeugt, dass wir drei Punkte holen können.

ON|Sport: Der „Mühlengrund“ kann zum Hexenkessel werden. Für Spieler und Trainer, wie Mario Basler ist das doch wunderbar, oder?

Mario Basler: Hexenkessel? Ich weiß nicht, wie viele Zuschauer kommen. 200? 300?

ON|Sport: Wegen Ihnen bestimmt mehr.

Mario Basler: Dann vielleicht 500, aber das ist ja dann kein Hexenkessel. Da kenne ich als Spieler und als Trainer andere Zuschauerzahlen. Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Während meiner Zeit als Profi, durfte ich vor 100.000 Zuschauern spielen, wie beispielsweise in Barcelona. Das war dann ein richtiger Hexenkessel, aber sicher nicht in Steinbach. 


ON|Sport: Wie wird man als Europameister in der Welt der Hessenliga-Trainer aufgenommen?

Mario Basler: Ganz normal, wie jeder andere Trainer auch. Ich glaube man hat gesehen, dass auch mehr Zuschauer zu den Spielen kommen und das ist ja schön für jeden Verein, da es auch mehr Einnahmen sind. Und damit hat es sich dann schon gelohnt.

ON|Sport: Sie kommen aus dem Profi-Fußball, klappern jetzt als Trainer in der Hessenliga aber auch die Provinz ab. Haben Sie - in Ihren Augen - schon Kuriositäten erlebt?

Mario Basler: Nein, keine. Nichts Überraschendes.

ON|Sport: Zurück nach Steinbach: Der Sportplatz ist bekannt für seine guten Bratwürste. Werden Sie sich davon am Samstag überzeugen?

Mario Basler: Ich bin nicht da, um eine Bratwurst zu essen, sondern mit meiner Mannschaft Fußball zu spielen und drei Punkte zu holen.

ON|Sport: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Basler.

Mario Basler: Ich bedanke mich ebenfalls. (Franziska Vogt) +++



Bereits im Juni dieses Jahren war der ehemalige Bundesliga-Profi zu Gast in Bad Hersfeld

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